VfB Lübeck 6. Spiel ungeschlagen – gegen Eimsbüttel fehlt beim 0:0 der Lucky Punch
Der Torschuss vom Ramiz Demit (VfB Lübeck) wird von Juri Marxen (Eimsbüttel geblockt. © 2026 Olaf Wegerich

VfB Lübeck 6. Spiel ungeschlagen – gegen Eimsbüttel fehlt beim 0:0 der Lucky Punch

von Ismail Yesilyurt·2. Oktober 2026

Der VfB Lübeck hat seine kleine Erfolgsserie ausgebaut, musste sich am Freitagabend auf der Lohmühle aber mit einem Punkt begnügen. Vor 2.116 Zuschauern trennten sich die Grün-Weißen am 12. Spieltag der Regionalliga Nord vom Eimsbütteler TV mit 0:0. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie hatte der VfB nach der Pause die besseren Möglichkeiten, scheiterte jedoch unter anderem am Pfosten. Auf der anderen Seite bewahrte Torhüter Finn Böhmker seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden vor einer Niederlage.

Für den VfB war es nach dem 1:1 bei Eintracht Norderstedt, 1:1 gegen HSC Hannover, dem 2:2 bei Hannover 96 II, 2:1 gegen den Bremer SV und dem 3:2 gegen den SV Todesfelde das sechste Spiel in Folge ohne Niederlage. Insgesamt hatte Lübeck vor dem Duell mit Eimsbüttel aus den vergangenen fünf Begegnungen neun Punkte geholt.

Pfundheller und Coordes mit ersten Möglichkeiten

Die Gastgeber erwischten unter Flutlicht den besseren Start. Bereits nach fünf Minuten köpfte Bjarne Pfundheller eine Ecke von Tom Kankowski knapp am Tor vorbei. Der VfB blieb zunächst aktiv und suchte vor allem über Emmanuel Appiah den Weg nach vorne.

Joel Amadi (VfB Lübeck) gegen David Damala (re., Eimsbüttel). © 2026 Olaf Wegerich

Nach einer weiteren Ecke war Luis Coordes in der 16. Minute zur Stelle, setzte seinen Abschluss aber ebenfalls knapp neben das Tor. Anschließend fand Eimsbüttel zunehmend besser in die Partie und verlagerte das Geschehen immer häufiger in die Lübecker Hälfte.

Die Gäste kamen vor allem über Lamin Beuck zu Abschlüssen. In der 35. Minute legte Beuck für Bamo Karim auf, dessen Versuch am Tor vorbeiging. Nur eine Minute später musste VfB-Keeper Finn Böhmker erstmals seine ganze Klasse zeigen.

Böhmker verhindert den Rückstand

Nach einem Kopfball aus kurzer Distanz reagierte Böhmker blitzschnell und verhinderte mit einem starken Reflex den möglichen Rückstand. Kurz darauf war der Lübecker Schlussmann erneut gefordert und entschärfte einen Fernschuss von Beuck.

Damit entwickelte sich eine erste Halbzeit, in der beide Mannschaften ihre guten Phasen hatten, der VfB aber zunehmend froh sein musste, ohne Gegentor in die Pause zu gehen.

Auch personell war früh Bewegung in der Partie. Eimsbüttels Pelle Hoppe musste bereits nach 22 Minuten vom Feld, fünf Minuten vor der Pause erwischte es auf Lübecker Seite Coordes. Lennard Heiduck kam für den angeschlagenen Offensivspieler.

Demir bringt neuen Schwung

VfB-Trainer Kevin Rodewald reagierte zur Halbzeit erneut und brachte Ramiz Demir für Selim Ajkic. Die Maßnahme zeigte zunächst Wirkung. Der VfB kam deutlich schwungvoller aus der Kabine und suchte sofort den Weg zum Eimsbütteler Tor.

Marvin Thiel (VfB Lübeck) gegen Juri Marxen (re., Eimsbüttel). © 2026 Olaf wegerich

Heiduck bekam kurz nach Wiederbeginn eine gute Freistoßmöglichkeit, setzte den Ball jedoch knapp neben das Tor. Wenig später köpfte Pfundheller nach einer Ecke von Marvin Thiel auf das Tor, doch ETV-Schlussmann Juri Behr war zur Stelle.

Dann folgte die beste Gelegenheit des Abends für die Grün-Weißen: In der 56. Minute zog Demir ab und traf den Pfosten. Der Ball sprang vom Aluminium zurück ins Feld. Nur eine Minute später ging auch Heiducks Abschluss knapp am Tor vorbei. Der VfB erhöhte nun den Druck.

VfB drängt, Behr hält Eimsbüttel im Spiel

In der 63. Minute war Eimsbüttels Torhüter erneut gefordert. Behr parierte zunächst gegen Heiduck, anschließend wurde Demirs Nachschuss geblockt. Lübeck hatte nun seine stärkste Phase und drängte auf die Führung.

Mit Ware Pakia für Appiah und Dardan Karimani für Fabian Istefo brachte Rodewald weitere frische Kräfte. Doch der erlösende Treffer wollte trotz der verbesserten Offensivaktionen nicht fallen. Eimsbüttel überstand die Druckphase und meldete sich in der Schlussphase wieder offensiver zurück.

Böhmker rettet den Punkt

Je näher der Schlusspfiff rückte, desto offener wurde die Begegnung. Pakia setzte einen Distanzschuss neben das Tor, auf der Gegenseite musste Böhmker erneut eingreifen.

Karim Mohamed (li., Eimsbüttel) gegen Tom Kankowski (VfB Lübeck). © 2026 Olaf Wegerich

In der 82. Minute reagierte der Lübecker Keeper bei einem Abschluss von Beuck aus kurzer Distanz stark. Eine Minute später wurde der Eimsbütteler Angreifer ausgewechselt. Der eingewechselte Andy Glao sorgte anschließend ebenfalls für Gefahr.

In der 87. Minute war erneut Böhmker gefragt: Nach einem Kopfball von Glao verhinderte der VfB-Torhüter mit einer weiteren starken Parade den möglichen Gegentreffer.

So blieb es auch nach 95 Minuten beim 0:0.

Fazit: Mit Glück und Finn Böhmker bleibt ein Punkt auf der Lohmühle

Für den VfB Lübeck ist das torlose Unentschieden mehr ein Punktgewinn denn zwei Punkte Verlust. Schließlich hatte der Aufsteiger aus Hamburg in seine Gesamtpaket ein Übergewicht bei den klaren Chancen. Doch mit noch mehr Fortune liegen auch drei Punkte im Korb der Lübecker vor dem Tag der deutschen Einheit.

Für den VfB geht es nun mit einem Montagabendspiel weiter. Am 12. Oktober wartet auswärts der SSV Jeddeloh II. Vier Tage später folgt auf der Lohmühle bereits das nächste Heimspiel: Am Samstag, 17. Oktober, gastiert der FC St. Pauli II in Lübeck.

  • VfB Lübeck: Finn Böhmker – Deniz Yilmaz (89. Henry Jeschonek), Bjarne Pfundheller, Tom Kankowski, Selim Ajkic (46. Ramiz Demir), Luis Coordes (40. Lennard Heiduck), Marvin Thiel, Emmanuel Appiah (65. Ware Pakia), Fabian Istefo (73. Dardan Karimani), Maximilian Schütt, Joel Amadi

  • Trainer: Kevin Rodewald

  • Eimsbütteler TV: Juri Behr – David Damala (31. Nick Hoffmann), Jasper Hölscher, Juri Marxen, Jan-Pelle Hoppe (22. Gabriel Balde (64. Romeo Blekic)), Tom Politz, Albin Nishori, Samuel Olayisoye, Bamo Karim Mohamed (75. Emre Töremis), Lamin Beuck (83. Andy Glao), Alaka-Rodrigue Wemakor

  • Trainer: Can Timo Schultz

  • Schiedsrichter: Tim Otto (TSV Weyhe-Lahausen)

  • Assistenten: Jonah Fichtner, Kevin-Noah Traemann

  • Zuschauer: 2.116

Regionalliga Nord

#TeamSpSUNToreDiffPkt
1
SC Weiche Flensburg 08
22008:2+66
2
Hannover 96 ll
22004:0+46
3
Atlas Delmenhorst
22004:0+46
4
Kickers Emden
22007:4+36
5
Werder Bremen ll
21106:3+34
6
FSV Schöningen
21105:2+34
7
Bremer SV
21101:0+14
8
VfB Oldenburg
21015:4+13
9
St. Pauli ll
21013:303
10
1. FC Phönix Lübeck
21012:203
11
SV Drochtersen/Assel
21015:6-13
12
SV Todesfelde
20113:5-21
13
HSC Hannover
20110:2-21
14
Eintracht Norderstedt
20112:5-31
15
Hamburger SV ll
20024:7-30
16
Jedeloh ll
20023:6-30
17
VfB Lübeck
20020:5-50
18
Eimsbütteler TV
20022:8-60
Relegation (Aufstieg)Abstieg

Spielplan

Spieltag 3 (Hinrunde)
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Anpfiff offen
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Spieltag 3 von 34

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