Starker PSV lässt Satrup beim 4:1-Erfolg keine Chance
Dreifachtorschütze Timo Barendt (PSV Neumünster) wird von Gian Luca Bracht (Nordmark Satrup) angelaufen. © 2026 Olaf Wegerich

Starker PSV lässt Satrup beim 4:1-Erfolg keine Chance

von Olaf Wegerich·10. Oktober 2026

Nur eine Woche nach der ärgerlichen, weil vermeidbaren 1:2-Niederlage bei der U21 des VfB Lübeck zeigte sich der PSV Neumünster im Heimspiel gegen einen chancenlosen TSV Nordmark Satrup gut erholt und siegte auch in der Höhe völlig verdient mit 4:1 (2:1). Allein drei Treffer gingen auf das Konto von Timo Barendt, der damit die Führung in der Torjägerliste der Flens-Oberliga übernommen hat. Den vierten Treffer steuerte der formstarke Meiko Werner bei. Nach dem dritten Heimerfolg hat sich der PSV erst einmal im gesicherten Mittelfeld abgesetzt. Der TSV Nordmark Satrup setzt seine Talfahrt nach dem siebten sieglosen Spiel in Folge ungebremst fort und ist nur noch zwei Zähler von den Abstiegsplätzen entfernt.

Claasen und Zinkondo droht lange Pause

Es ist wie verhext beim PSV: Die Verletzung von Fyn Claasen aus dem Spiel in Lübeck stellte sich im Nachhinein als Muskelfaserriss heraus. Damit wird der Hoffnungsträger für die Kreativabteilung erneut vier bis sechs Wochen fehlen. Auch bei Grady Zinkondo bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen. Bei ihm ist in Lübeck nach einem Zweikampf in der Luft der Bizeps gerissen – damit ist das Fußballjahr so gut wie gelaufen.

Dafür gab es mit Marvin Ehlert nach Beendigung der Flitterwochen aber auch einen Rückkehrer, doch nach einem Pressschlag musste der gut aufgelegte Ex-Heider zur Pause ausgewechselt werden.

PSV mit totaler Offensive

Doch allen Widrigkeiten zum Trotz zeigte der PSV auf dem besten Rasenplatz der Liga, dem auch der viele Regen nichts anhaben konnte, von Beginn an und trotz einiger Umstellungen im Abwehrverbund ein ganz starkes Spiel und schnürte Satrup zunächst in deren Hälfte ein.

Ayoub Assameur (PSV Neumünster) kann den Ball gegen Christoph Ottsen (Nordmark Satrup) abschirmen. © 2026 Olaf Wegerich

Schönster Angriff der Saison ohne Ertrag

Nach dem für Dennis Buthmann aus dem Trainerduo des PSV „schönsten Angriff der Saison“, der von Jesper Tiedemann und Meiko Werner mustergültig eingeleitet wurde, verpasste Marvin Ehlert (8.) aus gut sieben Metern gegen den überragend reagierenden Torhüter Tobias Rau den frühen Führungstreffer.

Barendt verwandelt Handelfmeter

Aber in einem über weite Strecken sehr einseitigen, aber jederzeit sehr fairen Spiel blieben die Gastgeber weiterhin am Drücker. Dabei führte ein absolut berechtigter Handelfmeter nach einer Hereingabe von der rechten Seite durch Youri von der Mehden zum Führungstreffer. Timo Barendt (13.) verlud Torhüter Tobias Rau, und schon führten die Gastgeber, die den Druck weiter hochhielten.

Kurz zuvor war Timo Barendt nach einem Eckball noch am Pfosten gescheitert.

Timo Barendt (PSV Neumünster) im Luftduell mit Torhüter Tobias Rau und Lasse Andersen (Nordmark Satrup). © 2026 Olaf Wegerich

Barendt legt den zweiten Treffer nach

Auch am zweiten Treffer des völlig befreit aufspielenden PSV war Youri von der Mehden maßgeblich beteiligt. Dabei spitzelte der Ex-Wasbeker den Ball zu Ben Luca Nohns, der auf Timo Barendt (25.) in den Rückraum ablegte. Aus gut 18 Metern kam der Torjäger nahezu unbedrängt zum Abschluss und traf mit einem Flachschuss zum 2:0.

Eine weitere Großchance verpasste Ben Luca Nohns, als er nach schöner Vorarbeit von Youri von der Mehden an Torhüter Tobias Rau scheiterte.

PSV-Eigentor bringt Satrup den Anschlusstreffer

Kurz vor der Halbzeitpause traf Ben Luca Nohns (44.) absolut unglücklich nach einem Eckball von Satrup bei dem Versuch, den Ball zu klären, mit dem Kopf in das eigene Tor. Statt einer deutlichen Pausenführung blieben die Gäste, ohne sich eine klare Chance erspielt zu haben, auf Schlagdistanz. Ein Ergebnis, das Satrup schmeichelte.

Auch in der zweiten Hälfte zeigte der PSV einen sehr konzentrierten Auftritt gegen meist wirkungslose Gäste, die kaum einmal ernsthaft für Gefahr sorgen konnten. Dennoch zeigte Satrup nun deutlich mehr Gegenwehr und kam auch besser ins Spiel.

Pech hatten die Gastgeber, dass nach einem Eckball von Ayoub Assameuer eine herrliche Direktabnahme von Youri von der Mehden – der es verpasste, sich für seinen starken Auftritt zu belohnen – auf der Torlinie geklärt werden konnte.

Dass es am Ende dann doch ein auch in der Höhe standesgemäßer Sieg wurde, hatte auch viel mit der individuellen Klasse beim PSV zu tun, die immer wieder aufblitzte.

Max Wiedenhoff (Nordmark Satrup) gegen Finn Kruse (PSV Neumünster). © 2026 Olaf Wegerich

Treffer von Werner und Barendt sorgen für den Endstand

So krönte Meiko Werner (67.) seine seit Wochen brillante Form mit einem Flachschuss aus halblinker Position nach Vorarbeit von Jesper Tiedemann mit dem Treffer zum 3:1.

Beim vierten Treffer glänzte der 20 Minuten vor Spielende eingewechselte Din Mehanovic als Vorbereiter für Timo Barendt (90.+1), der aus wenigen Metern eiskalt zum 4:1-Endstand vollendete.

Mohamed Hamid (Nordmark Satrup) gegen Youri von der Mehden (PSV Neumünster). © 2026 Olaf Wegerich

Stimmen zum Spiel

Timo Barendt (PSV Neumünster): „Ich finde, dass wir heute ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht haben. Wir haben uns viele gute Torchancen herausgearbeitet und hätten noch das eine oder andere Tor mehr machen können. Es war sehr gut, dass wir uns für so eine gute Leistung belohnen konnten und am Ende die drei Punkte in Neumünster behalten konnten.“

Trainer Thomas Knuth (TSV Nordmark Satrup): „Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet, der PSV ist dann verdient in Führung gegangen. Nach dem 0:2 sind wir besser reingekommen und haben dann auch Möglichkeiten bekommen. Auch aus der Pause kommen wir eigentlich gut raus, das 3:1 zieht uns dann aber den Stecker. Danach stand der PSV etwas tiefer und uns ist es dann nicht mehr gelungen, sie in Verlegenheit zu bringen.“

PSV Neumünster: Körtzinger – Werner, Ramo, Eberhardt, Zarpe – Assameuer (89. Kulig), Marvin Ehlert (46. Finn Kruse) – Tiedemann (89. Vitali von der Mehden), Barendt, Youri von der Mehden (89. Ceyhan) – Nohns (71. Mehanovic).
Trainer: Dennis Buthmann und Nils Voss.
TSV Nordmark Satrup: Rau – Falke, Sebastian Waterhues (84. Hamid), Andersen, Meiburg (38. Skrijelj) – Bracht, Laß – Wiedenhoff (84. Reimer), Ottsen (84. Lau), Nielsen (64. Zamanakos) – Empen.
Trainer: Thomas Knuth und Lars Meyer.
Schiedsrichterin: Anna-Lena Heidenreich (VfB Lübeck). Völlig überzogen waren die fünf Gelben Karten in einem völlig fairen Spiel.
Assistenten: Jasmin Matysiak und Tim Hohmann.
Zuschauer: 150 auf dem PSV-Sportplatz an der Stettiner Straße in Neumünster.
Tore: 1:0 Timo Barendt (13., Handelfmeter), 2:0 Timo Barendt (25.), 2:1 Ben Luca Nohns (44., Eigentor), 3:1 Meiko Werner (67.), 4:1 Timo Barendt (90.+1).


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