Mühsamer Arbeitssieg für Friedrichsberg: 2:1 gegen lange in Unterzahl kämpfenden Heikendorfer SV
Juri Alexa belohnt den TSV Friedrichsberg-Busdorf für die vielen Chancen it de 2-1-Siegtreffer. © 2026 Ismail Yesilyurt

Mühsamer Arbeitssieg für Friedrichsberg: 2:1 gegen lange in Unterzahl kämpfenden Heikendorfer SV

von Ismail Yesilyurt·4. Oktober 2026

Der TSV Friedrichsberg-Busdorf hat in einem hart umkämpften und von Fehlern geprägten Spiel einen knappen 2:1 (1:0)-Heimerfolg gegen den Heikendorfer SV eingefahren. Vor 67 Zuschauern erwischten die Hausherren zwar einen Traumstart, machten es sich durch eine mangelhafte Chanchenauswertung und eine fahrig geführte Partie jedoch selbst schwer. Während die Gastgeber am Ende über drei zäh erkämpfte Punkte jubelten, haderten die Gäste vor allem mit einer frühen, strittigen Platzverweis-Entscheidung.

Blitzstart und vergebene Chancen der Gastgeber

Die Partie begann optimal für die Hausherren. Bereits in der dritten Minute profitierte der TSV von einem individuellen Patzer im Gästeaufbau: Zakaria El Omrani schaltete schnell, war nach einem tiefen Ball schneller als sein Gegenspieler und schob aus spitzem Winkel zur frühen 1:0-Führung ein. In der Folge drückten die Friedrichsberger auf das zweite Tor, ließen jedoch hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt.

TSV-Coach Dennis Usadel zeigte sich nach dem Abpfiff entsprechend kritisch mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft: „Danach hatten wir noch kurz danach, ich glaub, 5., 10., 12. drei dicke Dinger, wo wir das 2:0 machen müssen. Machen es leider mal wieder nicht, was auch zurzeit einfach unser Riesenproblem ist, diese Chancenverwertung.“

HSV-Trainer Mark Hungerecker sah den Knackpunkt ebenfalls in der unglücklichen Entstehung des Rückstands sowie dem personellen Rückschlag: „Das Spiel ging natürlich maximal bescheiden los mit einem individuellen Fehler von unserem Spielaufbau. Schiedsrichter hatte, glaube ich, auch nicht ganz den besten Tag. Viele merkwürdige Entscheidungen gipfelten dann darin, dass er Lukas Deutschbein in der 19. die Gelbe gibt und in der 22. gelb-rot nach einem Allerweltsfoul.“

Pech beim Platzverweis für Lukas Deutschbein (re., Heikendorfer SV), dass der Referee eine sehr kleinliche Linie fuhr. © 2026 Ismail Yesilyurt

Usadel empfand die kleinliche Linie des Unparteiischen auch als sehr streng: „Schiedsrichter auch eine sehr kleinliche Linie gehabt hat, fast bei jedem Foul gelbe Karte gezückt. Was ich sehr, sehr streng und hart war in einem fairen Spiel.“

Heikendorf kämpft sich in Unterzahl zurück

Die Gäste vom Heikendorfer SV steckten trotz der fast 70-minütigen Unterzahl nicht auf und hielten das Spiel durch diszipliniertes Defensivverhalten dagegen.

Nach dem Seitenwechsel gab es für die Gastgeber den Gau in eine Spiel mit Überzahl und 1:0-Führung: In der 61. Minute setzte Yannick Meenken sich mustergültig über rechts gegen zwei TSV-Akteure durch und servierte mustergültig für Timo Martens, der eiskalt zum überraschenden 1:1-Ausgleich von der Strafraugrenze vollstreckte. Kurz darauf hatten die Gäste sogar das 2:1 durch Meenken auf dem Fuß, dessen Abschluss an der Lattenunterkante landete.

Yannick Meenken (li., Heikendorfer SV) bereitete den Ausgleich vor und hätte Friedrichsberg kurz darauf mit etwas Glück den Super-GAU bescheren können. © 2026 Ismail Yesilyurt

Juri Alexa sichert den Arbeitssieg für Friedrichsberg

Nach fünf bis zehn Minuten Unordnung nach de Ausgleich kam die Usadel-Auswahl zu einer Drangphase und ungenutzten Gelegenheiten. Juri Radu Alexa erlöste schließlich seine Farben in der 73. Minute: Nach einer starken Einzelaktion setzte Alexa sich durch, nahm den Ball mustergültig mit und vollendete mit einem platzierten Linksschuss unhaltbar ins lange Eck zum 2:1-Siegtreffer.

Obwohl der Dreier nach de im Sack war, fiel das Fazit von Dennis Usadel ungewohnt nüchtern aus: „Es war heute allgemein kein schönes Fußballspiel, aber letzten Endes zählen für uns die drei Punkte. Aber ist dann schon schwierig, wenn du dich als Trainer noch nicht mal über den Dreier freuen kannst, weil das Spiel so schlecht ist.“

Rantrum der nächste Gegner für Friedrichsberg und Heikendorf

Bereits am kommenden Mittwoch steht für Friedrichsberg ein Nachholspiel an, in dem die Leistung ausgebaut werden soll. Im nächsten Kellerduell beim TSV Rantrum kann Friedrichsberg bei einem Teilerfolg den Relegationsplatz an Heikendorf abgeben, aber auch ein Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz wäre ein mögliches Szenario, das Dennis Usadel mit seinem Team natürlich verhindern möchte. Der Heikendorfer SV, der vor einer Woche am 10. Spieltag Eidertal 0:4 unterlegen war, empfängt am kommenden Sonntag Rantrum zu seinem dritten Kellerduell in Folge.

Stimmen zum Spiel

  • TSV Friedrichsberg-Busdorf: Melvin Bolleininger – Max Albrecht, Tjark von Lanken, Jonas Goos – Omar Al-Batal (75. Ali Alsajad Alhindawi), Marko Grbavac, Daniel Schubert (67. Tim Schubert), Juri Alexa, Zakaria El-Omrani – Luca Clausen (45. Alin-Gabriel Ungureanu), Erik Wegner

  • Trainer: Dennis Usadel

  • Heikendorfer SV: Maximilian Müller – Tim Markwardt, Nico Heinrich (86. Bo Bendix Bauer), Kalvi Rumohr, Linus Mordhorst – Oliver Schmeling (63. Tim Mordhorst) – Yannick Meenken, Lorenz Botschatzke (63. Ronny Palm), Timo Martens, Lukas Deutschbein – Dennis Lühr (78. Julius von Ketelhodt)

  • Trainer: Mark Hungerecker

  • Schiedsrichter: Florentin Gartz (VfL Oldesloe)

  • Assistenten: Claudius Böhnke, Maurice Marquardt

  • Zuschauer: 67

  • Tore: 1:0 Zakaria El-Omrani (3.), 1:1 Timo Martens (61.), 2:1 Juri Alexa (73.)


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