Meiko Werner: Das Spiel ist harter Abstiegskampf
Für den PSV Neumünster und den TSV Nordmark Satrup geht es am Samstag darum, sich ein Stück weit aus dem Tabellenkeller der Flens-Oberliga zu entfernen. Nur noch vier Punkte sind es bis zum ersten Abstiegsplatz nach einer bisher sehr wechselhaft verlaufenden Hinrunde.
Einer, der beim PSV in dieser Saison richtig durchstartet, ist der erst 22-jährige gebürtige Neumünsteraner Meiko Werner, der seit seiner Jugendzeit beim TSV Gadeland und dem TSV Kronshagen stets den Ordnungshütern treu geblieben ist. In der letzten Saison oft noch als linker Außenverteidiger eingesetzt, ist der linksfüßige Werner nun auf der Außenbahn, immer mit viel Tempo und großem Durchsetzungsvermögen ausgestattet, eine echte Waffe, die nur schwer zu stoppen ist.
Du gehst jetzt in deine fünfte Saison beim PSV Neumünster. Was zeichnet euch als Mannschaft aus?
Ich glaube, uns zeichnet vor allem unser Ehrgeiz und unser guter Zusammenhalt aus. Wir haben eine gute Mischung aus Spaß und Ernsthaftigkeit – auf dem Platz und während des Trainings sind wir sehr fokussiert und trainieren hart, aber der Spaß kommt schon nicht zu kurz. In den richtigen Momenten kann es auch mal lauter werden, wenn es nötig ist, und das ist auch richtig so.
Du hast in der letzten Saison meist Außenverteidiger gespielt. Jetzt beackerst du die linke Außenbahn. Wie wohl fühlst du dich auf deiner neuen Position?
Ich muss sagen, dass ich mich auf der Position sehr wohlfühle, weil ich dort meine größte Stärke, das Tempo, am besten ausnutzen kann. Jetzt kann ich viel öfter ins offensive 1-gegen-1, und wenn ich das mal verliere, sind normalerweise immer noch genug Spieler hinter dem Ball, sodass es nicht sofort gefährlich für unser Spiel wird. Das befreit mich sehr, und die Trainer geben mir auch ein gutes Gefühl, dass ich genau das umsetze, was von ihnen gefordert wird.
Die Saison verläuft für den PSV sehr wechselhaft. Was sind aus deiner Sicht die Gründe dafür?
Viele Faktoren, die da zusammenspielen, denke ich. Oft treffen wir leider in wichtigen Situationen falsche Entscheidungen, und dann haben die Gegner auch genug Qualität, um unsere Fehler meist sofort mit einem Gegentor zu bestrafen. Manchmal fehlt einfach das nötige Spielglück oder wir haben Pech mit Schiedsrichterentscheidungen. Unsere personelle Lage spielt, denke ich, auch eine wichtige Rolle, da wir viele Spieler haben, die gerade erst aus einer Verletzung kommen – siehe Jesper Tiedemann, Fyn Claasen oder Calvin Ehlert –, die aber gar keine Zeit haben, sich langsam wieder ranzuarbeiten, da sie meist sofort in voller Länge oder so lange die Beine tragen gebraucht werden.
Meiko Werner hier gegen Cosmo Nitsch vom TSB Flensburg ist nur schwer vom Ball zu trennen. © 2026 Olaf Wegerich
Mit dem TSV Nordmark Satrup kommt am Wochenende ein Gegner, der wie ihr in der unteren Tabellenhälfte festhängt. Worauf wird es am Samstag ankommen, um die Punkte in Neumünster zu behalten?
Ja, das Spiel ist – so ungern ich das sage – harter Abstiegskampf. Wir müssen von Minute 1 an nicht den Zuschauern, sondern vor allem uns selbst zeigen, dass wir besser sind, als die aktuelle Tabellensituation es hergibt. Wir müssen unseren Platz wieder zu unserem Vorteil nutzen, denn es gab mal eine ganz lange Zeit, da ist man nicht gerne zu uns gefahren, weil wir mit unserem Platz einfach sehr eklig zu bespielen waren. Diese Heimstärke müssen wir wiederfinden, dass die Gegner keine Lust haben, an die Stettiner Straße zu fahren, weil sie wissen, dass das lange 90 Minuten auf einem sehr großen Platz werden können.
Wie lautet deine Prognose für den Rest der Saison, wenn du auf euren Kader blickst?
Ich bin recht zuversichtlich, muss ich sagen, was unseren Kader und unsere Platzierung angeht. Jetzt aktuell hoffe ich, dass Grady, Tobi und Fyn so schnell es geht wieder fit werden, weil sie der Mannschaft wirklich enorm helfen – nicht nur an spielerischer Qualität, sondern auch an Erfahrung, welche sie an die Jüngeren vor allem im Training weitergeben können. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass unser aktueller Kader gut genug ist, um sich aus der unteren Tabellenregion rauszukämpfen und wir unseren eigenen Anforderungen wieder gerecht werden.
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