Lohmühle feiert: VfB Lübeck in Überzahl zum klaren 4:1 gegen St. Pauli II
Der VfB Lübeck hat seine Erfolgsserie in der Regionalliga Nord eindrucksvoll fortgesetzt. Vor 2.153 Zuschauern auf der Lohmühle besiegte die Mannschaft von Trainer Kevin Rodewald die zweite Mannschaft des FC St. Pauli mit 4:1 (1:0) und feierte den dritten Sieg aus den vergangenen vier Partien. Zugleich blieben die Grün-Weißen im achten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen.
Frühe Führung auf der Lohmühle
Rodewald vertraute exakt der Elf, die bereits beim 2:1-Erfolg beim SSV Jeddeloh II am Montag überzeugt hatte. Und die Rechnung ging auf: Schon in der sechsten Minute brachte Marvin Thiel einen Freistoß in den Strafraum. Nach der ersten Klärung setzte der VfB nach, Bjarne Pfundheller kam zum Abschluss und schob zum 1:0 ein.
Die Gäste versuchten sofort zu antworten. In der neunten Minute setzte nach einem Eckball ein Hamburger Spieler einen Kopfball über das Tor von Finn Böhmker. Doch Lübeck blieb am Drücker, sammelte Ecken und Freistöße, ohne zunächst den zweiten Treffer zu erzielen. Mit zunehmender Spieldauer fanden auch die Gäste besser in die Partie: Nikky Goguadze vergab in der 29. Minute aus kurzer Distanz, vier Minuten später zielte sein Distanzschuss zu hoch.
Rote Karte als Wendepunkt
Die entscheidende Szene der ersten Halbzeit folgte in der 44. Minute. Ramiz Demir war auf dem Weg Richtung Tor, als Hendrik Wurr ihn als letzter Verteidiger festhielt. Schiedsrichter Leon Röpke zeigte die Rote Karte – St. Pauli II musste den Rest der Partie in Unterzahl bestreiten. Nach einer Rudelbildung sahen Jannik Westphal und Fabian Istefo noch Gelb.
Demir scheiterte am direkt folgenden Freistoß zwar an Gästetorhüter Niklas Petzsch, doch die numerische Überlegenheit sollte sich nach der Pause auszahlen. Für St. Pauli II war die Partie ohnehin Teil einer schwierigen Saison: Vor dem Anpfiff stand das Team mit zehn Punkten aus zwölf Spielen auf dem 16. Tabellenplatz.
Lübeck entscheidet die Partie schnell
Nach dem Seitenwechsel brauchte der VfB nur wenige Minuten, um die Vorentscheidung zu erzwingen. Fabian Istefo traf in der 48. Minute zum 2:0, ehe Kapitän Marvin Thiel in der 52. Minute für Ramiz Demir auflegte. Innerhalb von sieben Minuten nach Wiederanpfiff führte Lübeck damit 3:0.
Fabian Istefo (re., VfB Lübeck) erhöhte zum 2-0 und das VfB-Slebstvertrauen. © 2026 Olaf Wegerich
„Perfekter Start in den zweiten Durchgang“ – so ließ sich die Phase zusammenfassen, in der die Grün-Weißen ihre Überzahl konsequent nutzten. St. Pauli versuchte zwar, über Standards und Konter zurückzukommen, doch Böhmker parierte in der 55. Minute sicher zur Ecke. Die anschließenden Situationen verteidigte der VfB ohne größere Probleme.
In der 68. Minute fiel dann auch das vierte Tor: Nach einem Eckball kam zunächst Lennard Heiduck an den Ball, Joel Chinaemerem Amadi vollendete zum 4:0. Erst in der 82. Minute gelang dem eingewechselten Evans Quasi noch der Anschlusstreffer für die Hamburger.
Positiver Trend und Comeback
Besonders erfreulich für die Lübecker war zudem die Rückkehr von Felix Mandl. Der Offensivspieler feierte nach seiner Verletzung in der 85. Minute sein Comeback, als er für Lennard Heiduck eingewechselt wurde.
Mit dem Sieg verbesserte sich der VfB weiter von seinem zuvor zehnten Tabellenplatz mit 15 Punkten aus 13 Spielen. Nach Siegen gegen den Bremer SV, den SV Todesfelde und den SSV Jeddeloh II sowie dem 0:0 gegen den Eimsbütteler TV war es bereits der vierte Erfolg aus den vergangenen fünf Ligaspielen. Mit nun 18 Punkten aus 14 Partien vergrößerte Lübeck den Abstand zur unteren Tabellenregion deutlich.
Ausblick
Die Hamburger, die vor dem Spieltag lediglich drei Siege aus zwölf Partien verbucht hatten, müssen nun beim kommenden Heimspiel gegen den SC Weiche Flensburg 08 wieder Punkte sammeln.
Der VfB reist am Sonntag, 25. Oktober, zum FSV Schöningen. Das nächste Heimspiel bestreiten die Grün-Weißen am Samstag, 31. Oktober, gegen die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen.
VfB Lübeck: Finn Böhmker – Deniz Yilmaz, Bjarne Pfundheller, Ware Pakia (63. Emmanuel Appiah), Tom Kankowski (46. Elario Ghassan), Marvin Thiel, Ramiz Demir, Lennard Heiduck (85. Felix Mandl), Fabian Istefo (63. Dardan Karimani), Maximilian Schütt (53. Henry Jeschonek), Joel Amadi.
Trainer: Kevin Rodewald.
FC St. Pauli II: Niklas Petzsch – Luca Günther (C), Jannik Westphal, Haron Sabah (46. Evans Quasi), Mats Herrmann (53. Joel Addo), Jack Wardius, Hendrik Wurr, Lucas Schulze, Nikky Goguadze (69. Nick Schmidt), Anton Lange (87. Mamadou Djalo), Marwin Schmitz (53. Noah Gumpert).
Trainer: Alexander Hahn.
Schiedsrichter: Leon Röpke (TSV Gielde).
Assistenten: Maximilian Ernst und Florian Hiller.
Zuschauer: 2.153.
Rote Karte: Hendrik Wurr (44., FC St. Pauli II).
Tore: 1:0 Bjarne Pfundheller (6.), 2:0 Fabian Istefo (48.), 3:0 Ramiz Demir (52.), 4:0 Joel Amadi (68.), 4:1 Evans Quasi (82.).
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