Kleine Überraschung: Eckernförder SV entführt Punkt aus Eichede
Der Eckernförder SV hat am 12. Spieltag der Flens-Oberliga für eine Überraschung – auch wenn es tabellarisch (Neunter gegen Fünfzehnten) im Rahmen lag, gesorgt. Beim formstarken SV Eichede erkämpfte sich der Aufsteiger vor 118 Zuschauern einen Achtungserfolg mit dem 1:1 (1:0)-Unentschieden. Eine Punkteteilung, mit der vor dem Anpfiff kaum jemand gerechnet hatte: Während der ESV als Liganeuling tief im Tabellenkeller feststeckte, traten die Hausherren mit dem Rückenwind von zwei deutlichen Siegen gegen Phönix Lübeck II (3:1) und den Heider SV (5:1) an.
Auf frühen Nackenschlag folgt Eicheder Torschusshagel
Der Start in die 90 Minuten verlief für die Mannschaft von ESV-Neutrainer Maik Gabriel denkbar unglücklich. Bereits mit dem ersten nennenswerten Angriff gingen die gastgebenden „Bravehearts“ in Führung: Ein Klärungsversuch von Jannes Mohr landete unglücklich im eigenen Netz zum 1:0 für Eichede (3.).
Der frühe Gegentreffer zeigte Wirkung bei den Gästen. ESV-Coach Maik Gabriel räumte nach Abpfiff ein: „Gleich zu Beginn des Spiels sind wir in Rückstand geraten. Da waren wir dann auch beeindruckt danach. Hatten dann zehn Minuten, in denen Eichede wirklich gefährlich war und wir hinten auch schwammen und Eichede auch frühzeitig die Möglichkeit gehabt hatte, dann schon mit 2:0 in Führung zu gehen.“
Ein Schuss auf den anderen auf das Eckernförder Gehäuse folgte. Doch die Ungenauigkeit der Heimelf im Abschluss und ein überragender ESV-Keeper Lauritz Sievers verhinderten eine mögliche und frühe Vorentscheidung.
Nachdem der Aufsteiger die heikle Anfangsphase schadlos überstanden hatte, fand der ESV besser in die Partie, agierte mutiger und kam bis zur Pause selbst zu einigen vielversprechenden Umschaltmomenten und Standardgelegenheiten. Dennoch nahm Eichede die verdiente 1:0-Führung mit in die Kabine.
Sievers hält Eckernförde im Spiel
Im zweiten Durchgang überließ Eichede den Gästen phasenweise überraschend passiv das Spielgeschehen. Eckernförde kombiniere sich gefällig bis an den gegnerischen Strafraum, stieß dort jedoch an die gewohnt sattelfeste Eicheder Hintermannschaft. Als die Hausherren Mitte der zweiten Halbzeit das Tempo wieder anzogen, stand erneut ESV-Schlussmann Sievers wieder im Mittelpunkt. Und verhinderte mit Glanzparaden das Aus durch zweiten Gegentreffer.

Christian Peters (re., Eckernförder SV) gelang etwas später ein wichtiger Treffer. © Ismail Yesilyurt
Gabriel lobte seinen Rückhalt im Tor und bewies in der Schlussphase ein glückliches Händchen: „Da hatten wir dann einen sehr starken Lauritz Sievers im Tor, der uns davor bewahrte, 0:2 in Rückstand zu geraten. Dann haben wir viel gewechselt. Wir brauchten frische Leute, die haben auch frischen Wind reingebracht.“
Die Belohnung für den leidenschaftlichen Auftritt folgte spät in der 85. Spielminute: Christian Peters, nach seiner langen Verletzungspause wieder topfit, schaltete am schnellsten und vollendete zum umjubelten 1:1-Ausgleichstreffer für den Außenseiter. Mit nun 5 Saisongoals übernahm der Stürmer die Topposition in der internen Liste.
Fazit: Punktgewinn der Moral
In den Schlussminuten schnupperten die Gäste sogar noch am Siegtreffer, doch am Ende blieb es beim unter dem Strich gerechten Remis. ESV-Trainer Maik Gabriel zog ein rundum positives Resümee: „Wenn man das ganz realistisch sieht, hat Eichede mehr vom Spiel gehabt und auch die größeren Tormöglichkeiten. Aber wir haben neunzig Minuten lang wirklich ein richtig gutes Spiel gemacht und das gezeigt, was man zeigen muss, wenn man irgendwie auswärts bei einem starken Gegner punkten möchte. Ich bin total froh, dass uns das gelungen ist und ich bin auch fest der Meinung, dass wir uns das verdient haben.“
Stimme zum Spiel
SV Eichede: Mats Lüdtke - Justin Krüger (85. Dren Feka), Leon Tonder, Mic Röpke, Daiki Sakai (83. Tünay Bektas), Tamo Clausen, Keenon Erfurth (90. Edwin Satzer), Ali Abdulla (67. Alik Himmelspach), Marko Ljuljic (67. Norman Giebler), Peer-Maurice Ehlers, Joshua Redfield
Trainer: Sascha Steinfeld
Eckernförder SV: Lauritz Sievers – Timo Bamler, Jost Andreas, Malte Clausen, Jannes Mohr – Luc Justen (87. Paul Richter), Henrik Stoeterau (67. David Wagner) – Ole Altendorf (83. Lukas Witte), Leon Apitz (83. Michael Clausen) Rayan Hansen (78. Ömer Dagtekin) – Christian Peters
Trainer: Maik Gabriel
Schiedsrichter: Steffen Brandt (SV Wasbek)
Assistenten: Ole Hennes Ehrhardt, Jan Malte Plath
Zuschauer: 118
Tore: 1:0 Jannes Mohr (3., Eigentor), 1:1 Christian Peters (85.)
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