Kilia II überrollt Husberg: 7:1 und deutliche Worte nach dem Abpfiff
Der FC Kilia Kiel II hat bei der SV Bönebüttel-Husberg im Aufsteigerduell ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz im Aufstiegsrennen in die Landesliga gesendet. Mit 7:1 (4:0) feierte die Mannschaft einen klaren Auswärtssieg und dominierte die Partie von Beginn an. Während Kilia-Co-Trainer Nurol Ergen die taktische Umsetzung und den Auftritt seiner Mannschaft lobte, fand Husbergs Trainer Thorsten Syben nach der deutlichen Niederlage ungewöhnlich harte Worte.
Kilia erwischt Husberg eiskalt
Schon nach acht Minuten war die Richtung der Partie vorgegeben. Hussein Sharba brachte die Kilia-Reserve mit 1:0 in Führung, Igor Vitiuk legte in der 16. Minute das 2:0 nach. Nur fünf Minuten später folgte der nächste Treffer, wobei Husbergs Yannik Wulf unfreiwillig ins eigene Tor traf.
Spätestens nach dem 4:0 durch Vitiuk in der 27. Minute war die Partie praktisch entschieden. Kilia spielte zielstrebig, ließ dem Gastgeber kaum Raum und setzte seinen Matchplan konsequent um „Wir waren von Beginn an präsent, spielbestimmend und haben dem Gegner in der ersten Halbzeit kaum Möglichkeiten gegeben“, sagte Co-Trainer Nurol Ergen, der Leon Trentepohl an diesem Tag vertrat.
Vier Tore zur Pause
Die Kieler ließen auch nach der deutlichen Führung nicht nach und kontrollierten das Geschehen bis zur Halbzeit. „Die Führung zur Halbzeit war daher absolut verdient“, bemerkte Ergen.

Abwehrspieler Kaan Irtürk (Kilia Kiel II) hatte in der Defensive mit seinen Mitspielern alles im Griff. © 2026 Ismail Yesilyurt
Husberg fand dagegen kaum Zugriff auf die Partie. Trainer Thorsten Syben zeigte sich nach dem Abpfiff entsprechend enttäuscht und sparte nicht mit Kritik an seiner Mannschaft. „Das war das Bodenloseste, was eine Mannschaft jemals unter meiner Führung in Husberg abgeliefert hat“, sagte Syben. Besonders vermisste er grundlegende Tugenden: „Kein Einsatzwille, keine Mentalität, nichts.“
Kilia legt nach, Husberg gelingt nur der Ehrentreffer
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Kilia die spielbestimmende Mannschaft. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Ben Bauer auf 5:0. Husberg kam zwar unmittelbar danach zum Ehrentreffer. Yannik Wulf traf in der 49. Minute zum 1:5 und sorgte zumindest kurzzeitig für ein Lebenszeichen der Gastgeber. Mehr ließ die Kilia-Reserve jedoch nicht zu.
In der 65. Minute stellte Hussein Sharba mit seinem zweiten Treffer des Tages den alten Abstand wieder her. Den Schlusspunkt setzte erneut Ben Bauer, der in der 82. Minute das 7:1 erzielte und damit ebenfalls seinen zweiten Treffer verbuchte.
Ergen lobt die konsequente Umsetzung
Für Kilia-Co-Trainer Ergen war der hohe Sieg vor allem das Ergebnis einer disziplinierten Mannschaftsleistung. „Taktisch waren wir sehr gut vorbereitet und haben unseren Plan von Anfang an konsequent umgesetzt“, erklärte er.
Auch nach der Pause habe seine Mannschaft ihre Linie beibehalten. „Wir haben diszipliniert und mutig weitergespielt“, so Ergen, „insgesamt war der Sieg aus meiner Sicht hochverdient.“
Ein kleiner „Makel“ blieb allerdings. Das Gegentor ärgerte den Kilia-Coach. Das Gegentreffer fiel nach einem Standard und einer „unglückliche Ping-Pong-Situation“.

Igor Vitiuk (Kilia Kiel II) war einer der drei Doppelpacker bei den Kielern. © 2026 Ismail Yesilyurt
Syben kündigt interne Aufarbeitung an
Auf der anderen Seite war die Stimmung naturgemäß eine völlig andere. Syben wollte die Gründe für den schwachen Auftritt nicht öffentlich im Detail erläutern, kündigte aber eine intensive interne Aufarbeitung an. „Es gibt einige Dinge zu besprechen innerhalb der Mannschaft, die ich aber leider nur intern besprechen werde“, sagte der Husberger Trainer.
Dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel, lag aus Syben-Sicht auch daran, dass Kilia zwischenzeitlich das Tempo herausnahm. Am deutlichen Urteil änderte das jedoch nichts: Husberg habe „mit Abstand“ die schwächste Leistung unter seiner Leitung gezeigt.
Kilia II durfte sich dagegen über einen souveränen 7:1-Auswärtssieg freuen. Ergen lobte anschließend nicht nur die eigene Mannschaft, sondern auch den Gegner für ein „faires und sportliches Spiel“.
Stimmen zu Spiel
SV Bönebüttel-Husberg: Alexander Röschmann – Tom-Louis Hartz (73. Max Zenker), Yannik Wulf, Maxime Vollstedt, Tobias Milz (87. Jan Lipke) - Fynn Rose (17. Jan-Henrik Grümmer), Philip Omland, Jonas Kruse (56. Bo Blöcker), Steffen Todt, Henrik Clausen – Yannick Greier (73. Lukas Freitag)
Trainer: Thorsten Syben
FC Kilia Kiel II: Nico Kerber – Ruben Pineiro (70. Farhad Yasin), Kaan İrtürk, Yasin Yarisli, Kjell Ullrich (56. Haider Al Kilidar) – Eren Özdemir - Ben Bauer, Jamie-Luca Rohr, Igor Vitiuk (56. Ammar Alaloush), Hussein Sharba – Dastyn-Sven Ritter (70. Mohammed Slimi),
Trainer: Nurol Ergen
Schiedsrichter: Yannik Zimmer (SV Rickling)
Assistenten: Martin Kowsky, Frerk Von Schoen
Zuschauer: 91
Tore: 0:1 Hussein Sharba (8.), 0:2 Igor Vitiuk (16.), 0:3 Yannik Wulf (21., Eigentor), 0:4 Igor Vitiuk (27.), 0:5 Ben Bauer (47.), 1:5 Yannik Wulf (49.), 1:6 Hussein Sharba (65.), 1:7 Ben Bauer (82.)
Verbandsliga Ost
| # | Team | Sp | S | U | N | Tore | Diff | Pkt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SpVg Eidertal Molfsee II | 1 | 1 | 0 | 0 | 7:0 | +7 | 3 |
| 2 | Probsteier SG | 1 | 1 | 0 | 0 | 4:0 | +4 | 3 |
| 3 | Preetzer TSV | 1 | 1 | 0 | 0 | 3:0 | +3 | 3 |
| 4 | Kieler MTV | 1 | 1 | 0 | 0 | 3:1 | +2 | 3 |
| 5 | TSV Altenholz | 1 | 1 | 0 | 0 | 2:0 | +2 | 3 |
| 6 | SVG Pönitz | 1 | 1 | 0 | 0 | 3:2 | +1 | 3 |
| 7 | TSV Flintbek | 1 | 0 | 1 | 0 | 2:2 | 0 | 1 |
| 8 | SG Oldenburg/Göhl | 1 | 0 | 1 | 0 | 2:2 | 0 | 1 |
| 9 | MTV Dänischenhagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0:0 | 0 | 0 |
| 10 | TSV Bordesholm zg. | 0 | 0 | 0 | 0 | 0:0 | 0 | 0 |
| 11 | Wiker SV | 1 | 0 | 0 | 1 | 2:3 | -1 | 0 |
| 12 | SG Sarau/Bosau | 1 | 0 | 0 | 1 | 1:3 | -2 | 0 |
| 13 | Heikendorfer SV | 1 | 0 | 0 | 1 | 0:2 | -2 | 0 |
| 14 | Suchsdorfer SV | 1 | 0 | 0 | 1 | 0:3 | -3 | 0 |
| 15 | TSV Gremersdorf | 1 | 0 | 0 | 1 | 0:4 | -4 | 0 |
| 16 | TSV Plön | 1 | 0 | 0 | 1 | 0:7 | -7 | 0 |
Spielplan
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