Johnny Gieseler: In Heide hat sich eine gewisse Erwartungshaltung aufgebaut
Jonah "Johnny" Gieseler vom Heider SV im Kopfballduell mit Rico Mielke vom Oldenburger SV. © 2026 Helena Höper

Johnny Gieseler: In Heide hat sich eine gewisse Erwartungshaltung aufgebaut

von Olaf Wegerich·7. Oktober 2026

Nach zwei enttäuschenden Auftritten mit reichlich Gegentoren ist der Heider SV auf den Boden der Realität zurückgekehrt. Die Hoffnung, zumindest in der erweiterten Spitzengruppe der Flens-Oberliga eine gute Rolle zu spielen, ist inzwischen wie eine Seifenblase zerplatzt, und der Traum von der erneuten Teilnahme an den SHFV-LOTTO Hallenmasters wird auch immer unrealistischer, wenn sich nicht bald eine Siegesserie einstellt.

Auch der Abstand in die untere Tabellenhälfte wird immer kleiner. So haben der SV Eichede, der PSV Neumünster sowie der kommende Gegner, der 1. FC Phönix Lübeck II, alle jeweils nur einen Zähler weniger aufzuweisen.

Was den Dithmarschern aktuell zu schaffen macht, sind die vielen Gegentore und die Umsetzung der neuen Spielidee mit ausgeprägtem Ballbesitzfußball. Dazu befragte YouKick Heides Kapitän Jonah Gieseler, was es so schwer macht, die Vorgaben umzusetzen.

Ihr habt zwei Spiele in Folge deutlich verloren und oft binnen weniger Minuten mehrere Gegentore geschluckt. Wie ist das bei der eigentlich doch vorhandenen Qualität im Kader zu erklären?

Rund um Heide hat sich in den vergangenen Jahren durch die gute sportliche Entwicklung eine gewisse Erwartungshaltung aufgebaut. Das ist grundsätzlich positiv und das Ergebnis harter Arbeit. Gleichzeitig darf man nicht vergessen, dass Erfolg immer wieder neu erarbeitet werden muss. Am Ende stehen in jedem Spiel elf gegen elf auf dem Platz und der Gegner bringt ebenfalls Qualität mit.

Gibt es auch aus deiner Sicht immer noch Probleme, das neue System mit Ballbesitzfußball umzusetzen?

Mit Ball verinnerlichen wir unsere Abläufe immer mehr und schaffen uns dadurch gute Möglichkeiten. Unsere Aufgabe liegt aktuell eher im Verhalten gegen den Ball. Es braucht von jedem Einzelnen die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, die nötigen Wege zu machen und in jeder Situation mit voller Überzeugung gegen den Ball zu arbeiten. Gerade in solchen Phasen müssen wir als Führungsspieler vorangehen und dafür sorgen, dass wir die nötige Energie und Konsequenz auf den Platz bringen. Das war in den letzten beiden Partien zu wenig. Am Ende geht es darum, dass wir als Mannschaft geschlossen auftreten und jeder seinen Beitrag zur defensiven Stabilität leistet.

Wie siehst du die Ausgangslage vor dem Spiel gegen Phönix Lübeck II?

Phönix II verfügt über eine gute Mannschaft mit entsprechenden Qualitäten und wird von uns ernst genommen. Ich freue mich sehr auf das nächste Heimspiel. Jeder kann jeden schlagen.


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