
Innenverteidiger Leon Knittel schnürt Dreierpack: TSB Flensburg feiert 5:0 bei Rapid Lübeck
Der TSB Flensburg hat im Topspiel der Flens-Oberliga einen klaren 5:0 (0:0)-Auswärtserfolg beim SC Rapid Lübeck eingefahren. Im mit Spannung erwarteten Duell der beiden letztjährigen Landesligameister, die aktuell eine bemerkenswerte Rolle in der höchsten Landesklasse spielen, behielten die Flensburger nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang am Ende souverän die Oberhand beim bisherigen Dritten. Dank des Kantersiegs überholt der TSB den Konkurrenten in der Tabelle und klettert vor 200 Zuschauern auf den vierten Tabellenplatz, direkt vorbei an den Lübeckern. Innenverteidiger Leon Knittel avancierte dabei mit drei Treffern zum Mann des Spiels.
Rapid erwischt den besseren Start
Die Partie begann keineswegs einseitig. Die Gastgeber aus Lübeck erwischten den besseren Start und drängten die Gäste in der Anfangsphase phasenweise in die Defensive. TSB-Trainer Tore Wächter blickte nach Abpfiff auf eine intensive Anfangsphase zurück: „Das war heute ein wirklich hartes Stück Arbeit. Rapid ist deutlich besser ins Spiel gekommen, hatte so die ersten zehn, fünfzehn Minuten deutliches Übergewicht.“

Felix Stuewe (in rot, TSB Flensburg) ist mit seiner Power sehr wertvoll für das Wächter-Team © 2026 Volker Schlichting
Mit Fortdauer des ersten Durchgangs fingen sich die Flensburger jedoch, hielten dagegen, blieben aber vor dem Tor ebenso wie die Hausherren zunächst glücklos. Das Spiel war dabei von hoher Intensität geprägt. „Viele Duelle im Zentrum, viel Ballgewinn, viel Pressing, viel Energie“, fasste Wächter die erste Halbzeit zusammen. Beide Teams hatten im ersten Durchgang Möglichkeiten zur Führung, doch zur Pause stand es weiterhin 0:0.
Knittel eröffnet die TSB-Gala
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel komplett zugunsten der Gäste. Ein entscheidender Faktor waren dabei die Einwechslungen. „Die zweite Halbzeit geht dann deutlich an uns. Geht deutlich an, muss ich sagen, vielleicht auch an unsere Einwechselspieler, die einfach dann nach und nach ein mega belebendes Element waren und die Entscheider heute waren“, lobte der TSB-Coach.
In der 61. Minute war Innenverteidiger Leon Knittel schließlich zur Stele und traf zur umjubelten 1:0-Führung. Der Abwehrspieler hatte damit noch lange nicht genug: In der 75. Minute legte er das 2:0 nach. In einer furiosen Schlussphase schraubten Kean Wojnarowski (89.), Patrick Thomsen (90.+1) und erneut der glänzend aufgelegte Knittel mit seinem dritten Treffer (90.+2) das Ergebnis in die Höhe.

Alton Zymeraj (TSB Flensburg) ist in der Abwehr ein Leistungsträger. © 2026 Volker Schlichting
„Zweite Halbzeit war dann absolut überzeugend von uns, und wir gewinnen das Spiel auch absolut verdient. Vielleicht ein, zwei Tore zu hoch, aber absolut verdient. Hervorzuheben heute sicherlich einmal Leon Knittel mit einem Dreierpack als Innenverteidiger“, begeisterte das TSB-Team seinen Chefcoach Tore Wächter.
TSB mit Holstein II vor der Brust
Mit dieser geschlossenen und defensiv hochkonzentrierten Mannschaftsleistung – man habe Rapid „erst mal niedergerungen und dann zugestochen“ – tanken die Flensburger jede Menge Selbstvertrauen. Der Blick richtet sich nun nach vorn, denn wie Wächter betonte, gibt der Sieg „jetzt ein bisschen Luft für die nächsten schweren Aufgaben mit Holstein in der nächsten Woche, so dass wir beruhigt in dieses Spitzenspiel gehen können.“
Fazit
Nach einer torlosen ersten Hälfte wurde aus dem Duell der beiden Neulinge letztlich eine klare Angelegenheit. Und mittendrin stand mit Leon Knittel ausgerechnet ein Innenverteidiger, der mit drei Treffern für einen besonderen persönlichen und zugleich auch TSB-Nachmittag sorgte.
Stimme zum Spiel
SC Rapid Lübeck: Maksim Galtsew – Hakob Avetisyan (46. Thierry Spiecker), Emmanuel Rivera, Lasse Meier (73. Theiss), Kevin Knott – Kevin Voeks, Leon Bilic, Rapha Morr (76. Emeraude Betani-Baku), Amir Aboukaßim (67. Aidan Cann) – Tino Arp, Jonas Dürr
Trainer: Dario Bilic
TSV Flensburg: Ole Rathmann – Alton Zymeraj, Patrick Thomsen, Leon Knittel, Jon Jessen – Felix Stuewe, Noel Kurzbach, Cosmo Nitsch, Elias Kurzbach (82. Lars Wolff) – Jakob Friedrichs (52. Melf Siemund), Tobias Zuth
Trainer: Tore Wächter
Schiedsrichter: Tim Jeschkeit (Barkelsbyer SV)
Assistenten: Hauke Moje, Jesper Rieckmann
Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Leon Knittel (61.), 0:2 Leon Knittel (75.), 0:3 Kean Wojnarowski (89.), 0:4 Patrick Thomsen (90.+1), 0:5 Leon Knittel (90.+2)
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