Heiligenstedten überrascht bei Rot-Schwarz Kiel mit einem 2:1
Trainer Stefan Pohlmann (TSV Heiligenstedten ) darf nun etwas positiver in die Zukunft schauen. © 2026 Ismail Yesilyurt

Heiligenstedten überrascht bei Rot-Schwarz Kiel mit einem 2:1

von Ismail Yesilyurt·5. Oktober 2026

Der TSV Heiligenstedten hat in der Landesliga Schleswig für eine Überraschung gesorgt. Der Aufsteiger setzte sich bei der SSG Rot-Schwarz Kiel mit 2:1 (1:1) durch und feierte damit den zweiten Sieg in Folge. Während Heiligenstedten dadurch den Anschluss an das untere Mittelfeld herstellt, blickt Rot-Schwarz nach zuvor fünf Siegen in Serie der Kehrseite der Erfolgsserie entgegen mit der dritten Niederlage in Folge.

Heiligenstedten zeigt Comeback-Qualitäten

Dabei erwischten die Kieler den besseren Start. Bereits in der 9. Minute brachte Chima Iheagwaram die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Heiligenstedens Trainer Stefan Pohlmann sah seine Mannschaft in der ersten Halbzeit allerdings zunächst deutlich zu zurückhaltend auftreten.

„Waren wir in der 1. Halbzeit noch zu passiv, war das Halbzeit-Ergebnis von 1:1 sehr schmeichelhaft“, räumte Pohlmann ein. Dass sein Team dennoch mit einem Unentschieden in die Pause ging, lag auch an Torhüter Nils Witten, der mehrfach zur Stelle war und seine Mannschaft im Spiel hielt.

In der 20. Minute schlug Heiligenstedens Offensive dann erstmals zu. Sascha Behrens sorgte für den 1:1-Ausgleich und brachte den Aufsteiger zurück in die Partie.

Witten hält Heiligenstedens Hoffnungen am Leben

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der TSV deutlich stabiler. Rot-Schwarz hatte mehr Ballbesitz und drängte auf die erneute Führung. eigenen Chancenverwertung. „In der 2. Hälfte standen wir stabiler. Rot-Schwarz machte das Spiel und hatte zwei, drei sehr gute Möglichkeiten“, erklärte Pohlmann. Sein Torhüter habe diese Chancen teilweise stark vereitelt, teilweise seien sie aber auch „einfach kläglich vergeben“ worden.

Wie schon in der Vorwoche in Topform - Nils Witten (TSV Heiligenstedten). © 2026 Ismail Yesilyurt

Stattdessen schlug Heiligenstedens Offensive erneut zu. In der 55. Minute erzielte Marlon Bolten das 2:1 für die Gäste und drehte damit die Partie.

Sieben Großchancen für den Aufsteiger

Bemerkenswert war für Pohlmann allerdings nicht nur die Effizienz beim entscheidenden Treffer. Trotz des Drucks der Gastgeber erspielte sich Heiligenstedens Mannschaft selbst zahlreiche Möglichkeiten.

„Das Kuriose an dem Spiel war, dass wir in der 2. Halbzeit sogar sieben hundertprozentige Tormöglichkeiten haben“, sagte Pohlmann. Steven Bolln, Sascha Behrens und Luke Clasen hätten jeweils zwei bis drei gute Einschussmöglichkeiten gehabt, seien dabei jedoch am Kieler Torhüter Oliver Stein gescheitert.

So blieb die Partie bis zum Schlusspfiff offen. Die Itzehoer verpassten es mehrfach, den Vorsprung auszubauen und für eine frühzeitige Entscheidung zu sorgen.

„Ein Sieg des Willens“

Am Ende brachte der Aufsteiger die knappe Führung dennoch über die Zeit. Für Pohlmann war es deshalb vor allem ein Erfolg der Mentalität. „Am Ende war es ein Sieg des Willens, da wir den Deckel einfach nicht drauf machten“, bilanzierte der zufriedene Gäste-Coach.

  • SSG Rot-Schwarz Kiel: Oliver Stein – Tim Kannenberg (65. Finn Logemann), Justus Kiewald, Jonathan Ruben Elsner (56. Malte Kratzenberg), Emre Kayali, Leif Lekebusch (65. Lasse Möhr), Chima Iheagwaram, Rasmus Backhaus, Marc Zeller, Jonathan Suchocki, Tim Jansa

  • Trainer: Ove Sass

  • TSV Heiligenstedten: Nils Witten – Fabian Koopmann (46. Jan Zemke), Ben Matthiesen, Horatio Schultz, Konrad Smukowski, Nick Müller – Steven Bolln, Moritz Steinmann,Marlon Bolten (57. Kjell Butzke) – Luke Clasen (75. Christian Klatte), Sascha Behrens (90.+1 Bennit Zöllmer)

  • Trainer: Stefan Pohlmann

  • Schiedsrichter: Lukas Klingelhöfer (Roter Stern Lübeck)

  • Assistenten: Yannick Horstmann, Niklas Breiling

  • Tore: 1:0 Chima Bacon Iheagwaram (9.), 1:1 Sascha Behrens (20.), 1:2 Marlon Bolten (55.)

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