Heider SV: Wir wissen, dass uns dort nichts geschenkt wird
Einsatz ist Trumpf - Louis Grobauer (Phönix II) gegen Marwan Abduljabar (Heider SV). © 2026 Volker Schlichting

Heider SV: Wir wissen, dass uns dort nichts geschenkt wird

von Olaf Wegerich·16. Oktober 2026

Beim Heider SV ist man zuversichtlich, die gute Leistung der letzten Woche beim 2:0-Erfolg gegen Phönix Lübeck II – den man durch zwei Treffer von Mika Kieselbach bezwingen konnte – auch am 13. Spieltag der Flens-Oberliga beim Eckernförder SV abrufen zu können. Anpfiff am Eckernförder Bystedtredder ist um 14:00 Uhr. Dabei gilt es auch, die magere Auswärtsbilanz mit zwei Siegen und bereits vier Niederlagen bei der heimschwächsten Mannschaft der Liga mit nur drei Punkten aus sechs Spielen aufzubessern. Mit einem Auswärtsdreier könnten mit etwas Glück weitere Plätze gutgemacht werden.

Bemüht man die Statistik, hat der Heider SV 10 der letzten 12 Duelle für sich entscheiden können. Der einzige Sieg des Eckernförder SV resultiert vom 21.11.2009. Eine Begegnung endete unentschieden.

Jonah Gieseler (Heider SV) im Duell mit Torhüter Christopher Barkmann und Tom Becker (Phönix Lübeck II) © 2026 Volker Schlichting

Nach dem Abschlusstraining am Donnerstag befragte YouKick Heides Trainer Leif Hahn zur aktuellen sportlichen Situation, wo ihm doch jetzt mit Matze Holst endlich ein sehr erfahrener Co-Trainer zur Verfügung steht, und was das für den Trainingsbetrieb bedeutet.

Du hast mit Matze Holst einen neuen Co-Trainer zur Seite. Wie wichtig ist das für den Trainingsbetrieb und welche Möglichkeiten ergeben sich dadurch?

Mit Matze haben wir eine starke Persönlichkeit und einen absoluten Fachmann dazugewonnen, der wertvolle Erfahrungen aus dem Profifußball mitbringt. Besonders wichtig ist mir der enge fachliche Austausch, bei dem er auch meine Ideen kritisch hinterfragen und neue Perspektiven einbringen soll. Im Trainingsbetrieb können wir dadurch noch differenzierter und individueller arbeiten. Auch im physischen und athletischen Bereich verfolgen wir ähnliche Ansätze und wollen gemeinsam neue Impulse setzen.

Was steht aktuell beim Training im Vordergrund: defensive Stabilität, um dauerhaft die Zahl der Gegentore zu reduzieren, oder mehr offensive Durchschlagskraft?

Unser Schwerpunkt liegt weiterhin auf der defensiven Stabilität und Konstanz. Dabei geht es insbesondere um Kompaktheit, Abstände, gegenseitige Absicherung und unsere gruppen- und mannschaftstaktischen Abläufe gegen den Ball. Offensiv sehe ich uns auf einem guten Weg. Mit unserem spielerischen Ansatz kreieren wir regelmäßig viele gute Torchancen und hätten sicherlich schon deutlich mehr Tore erzielen können. Hier geht es vor allem um die Entscheidungsfindung im letzten Drittel. Entscheidend bleibt, die richtige Balance zwischen beiden Spielphasen zu finden.

Bleiben Christopher Thomsen und der Heider SV erneut ohne Gegentor © 2026 Volker Schlichting

Mit dem Eckernförder SV geht es am Samstag zu einer Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte. Worauf wird es ankommen, um dort erfolgreich zu sein?

Die Tabellenkonstellation spielt für uns eine untergeordnete Rolle. Die Videoanalyse zeigt eine gute Mannschaft, die nach dem Trainerwechsel neue Impulse bekommen hat. Wir müssen bei uns bleiben, defensiv kompakt und konsequent gegen den Ball arbeiten. Darauf aufbauend wollen wir unsere spielerischen Qualitäten einbringen. Entscheidend werden eine geschlossene Mannschaftsleistung, Intensität und Konzentration über die gesamte Spielzeit sein. Wir wissen, dass uns dort nichts geschenkt wird.

Wie ist die aktuelle Personallage beim Heider SV?

Erfreulicherweise stehen uns Buchtmann, Storb und Tanchak am Samstag wieder zur Verfügung und erweitern unsere Möglichkeiten. Ausfallen werden Arndt (Rückenprobleme), Lorenz (Aufbautraining nach Schulterverletzung), Hinz (Kreuzbandriss) und Selcuk (Teilabriss der Oberschenkelmuskulatur).

Heides Geschäftsführer Hannes Nissen äußerte gegenüber YouKick: „Die Ausgangslage ist klar. Wir wollen nachlegen und werden dafür optimal vorbereitet sein. Ich erwarte einen Gegner, der uns das Leben mit allen Mitteln schwer machen wird. Dennoch glaube ich, dass wir den Fokus auf unser Spiel legen sollten. Die guten Ansätze aus dem Phönix-Spiel sollen am Wochenende verfestigt werden.“


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