Heider SV stark verbessert beim 2:0 gegen Phönix – Kieselbach trifft doppelt
Christen Mensah (Phönix) im Duell mit Doppeltorschütze Mika Kieselbach (Heider SV). © Volker Schlichting

Heider SV stark verbessert beim 2:0 gegen Phönix – Kieselbach trifft doppelt

von Olaf Wegerich·10. Oktober 2026

Dank einer deutlichen Leistungssteigerung schlägt der Heider SV am 12. Spieltag der Flens-Oberliga den 1. FC Phönix Lübeck II völlig verdient nach einem souveränen Auftritt mit 2:0 (0:0). Damit zeigt die Mannschaft von Trainer Leif Hahn vor immerhin 298 Zuschauern im HSV-Stadion an der Meldorfer Straße bei Dauerregen die gewünschte Reaktion nach zwei bitteren Pleiten in Eichede und Oldenburg. Zudem bleiben die Dithmarscher erstmals in dieser Saison in einem Punktspiel ohne Gegentor. Beide Treffer gingen auf das Konto von Mika Kieselbach (52., 76.). Der zuletzt oft glücklose und schlecht in Szene gesetzte Torjäger hatte zuletzt beim VfR Neumünster getroffen – das war am 4. Spieltag. Die Lübecker Reserve, die erneut mit einigen Akteuren aus dem erweiterten Regionalligakader angetreten war, setzt ihren Abwärtstrend weiter fort und rutscht auf den 11. Platz.

Fabian Arndt vom Heider SV glänzte auf ungewohnter Position. © 2026 Volker Schlichting

Arndt in der Innenverteidigung

Da mit Patrick Storb und Rafail Lampros zwei Komponenten der Heider Innenverteidigung ausgefallen waren, überraschte Trainer Leif Hahn mit der Nominierung von Fabian Arndt als linker Innenverteidiger. So viel vorweg: Arndt zeigte auf der für ihn ungewohnten Position ein herausragendes Spiel und wusste vollends zu überzeugen. Ebenso waren mit Steffen Neelsen – nach Cut am Auge – und Tarek von Böhlen zwei wichtige Säulen der Viererkette zurück, die ebenso wie Lennart Busch uneingeschränkt zu überzeugen wussten. Mika Kieselbach agierte für den gelbgesperrten Hendrik Fleige als einzige Spitze und nutzte seine Chance.

Barkmann auf der Hut

Auf dem trotz der widrigen Bedingungen gut bespielbaren Platz erwischte die engagiert auftretende Heimmannschaft den deutlich besseren Start und hatte durch den fleißigen Marvan Abduljabar (8.) die erste gute Gelegenheit, doch dessen Flachschuss kann Christopher Barkmann mit einer starken Parade um den Pfosten lenken.

Jonah Gieseler vom Heider SV mit einer scharfen Hereingabe. © 2026 Volker Schlichting

Heide mit vielen Chancen

Auch am nächsten gefährlichen Angriff ist Abduljabar maßgeblich beteiligt. Sein Pass von der Grundlinie in den Rückraum erreicht Anas Boukara (15.), doch dessen Flachschuss können die Lübecker mit Mühe von der Torlinie kratzen.

Die Gastgeber bleiben weiter am Drücker: Nach einer schönen Aktion über die rechte Seite durch Mathis Harms, der zurück in den Rückraum auf Mika Kieselbach (30.) legt, bleibt auch die dritte gute Torannäherung ohne durchschlagenden Erfolg, da Kieselbach den Ball nicht richtig trifft.

Die Lübecker hatten im ersten Durchgang nur eine gefährliche Szene zu verzeichnen, doch den Schussversuch von Leon Dippert blockte der sehr präsente Steffen Neelsen mit einer Supergrätsche.

Marwan Abduljabar (Heider SV) mit starker Grätsche gegen Louis Grobauer (Phönix). © 2026 Volker Schlichting

Kieselbach mit dem Führungstreffer

In einer guten ersten Hälfte hatten es die Dithmarscher nur versäumt, den Führungstreffer zu erzielen, doch das wurde kurz nach der Pause durch energisches Nachsetzen durch Tarek von Böhlen eingeleitet und nachgeholt. Nach einem Ball aus dem Zentrum in die Tiefe bekommt der Ex-Friedrichskooger das Spielgerät noch vor der Grundlinie unter Kontrolle und passt – gegen unaufmerksame Lübecker – scharf vor das Tor, wo Mika Kieselbach (52.) nur noch einschieben muss.

Gegen meist harmlose Lübecker hat Mathis Harms nach Vorarbeit von Jonah Gieseler die nächste dicke Chance auf dem Fuß, doch der Rotschopf verzieht knapp.

Und der Heider Chancenwucher geht weiter: Nach einem Konter scheitert Mika Kieselbach am besten Lübecker, Christopher Barkmann, der den Ball zur Seite abwehren kann. Den Nachschuss setzt Thede Reimers aus sieben Metern jedoch über das Tor.

Mathis Harms (Heider SV) mit starker Grätsche gegen Avid Krogmann (Phönix). © 2026 Volker Schlichting

Kieselbach mit dem erlösenden zweiten Treffer

Auch Marvin Wolf verzieht nach einem Steckpass von Jonah Gieseler nur knapp, aber bei der nächsten Aktion glänzt Wolf als starker Vorbereiter mit einer butterweichen Flanke, die Mika Kieselbach (76.) gegen die Laufrichtung des Torhüters mit einem schulmäßigen Kopfball zum zweiten Treffer nutzt. Dafür lieben die Heider ihren zuletzt oft so glücklosen Torjäger, bei dem jetzt hoffentlich der Knoten geplatzt ist.

Mit dem zweiten Treffer ist das ansonsten sehr einseitige Spiel endgültig entschieden. Der Heider SV hatte es bis dahin versäumt, für klare Verhältnisse zu sorgen und das ramponierte Torverhältnis etwas aufzuhübschen.

Anas Boukara vom Heider SV hier gegen Robie Seibt (Phönix) verpasste nur knapp einen Treffer. © 2026 Volker Schlichting

Stimmen zum Spiel

Geschäftsführer Hannes Nissen (Heider SV): „Ein verdienter, souveräner Heimsieg. Endlich mal zu Null. Wir haben über 90 Minuten wenig zugelassen und als Mannschaft eine sehr konzentrierte und gute Leistung gezeigt. Das war ein guter Schritt in unserer Entwicklung, daran wollen wir in den kommenden Wochen anknüpfen.“

Pressekonferenz

Heider SV: Thomsen – Busch, Arndt, Neelsen, von Böhlen (87. Kroeger) – Reimers, Boukara (90.+1 Wichmann) – Abduljabar (65. Wolf), Gieseler, Harms (90. Tanchak) – Kieselbach (81. Dreyer).
Trainer: Leif Hahn.
1. FC Phönix Lübeck II: Christopher Barkmann – Tom Becker, Robie Boamah Seibt, Mika Meyer, Silas Meyer (78. Lennard Bruno Luth), Louis Jamil Grobauer, Andrii Shalabai (62. Astemir Boziev), Malek El Shaikh, Avid Krogmann (87. Marvin Freund), Christen Frederick Mensah, Leon Dippert (78. Perry Dodoo)
Trainer: Björn Joppe
Schiedsrichter: Hauke Moje (Osterrönfelder TSV).
Assistenten: Lukas Klingelhöfer und Tom Braun.
Zuschauer: 298 im HSV-Stadion an der Meldorfer Straße in Heide.
Tore: 1:0 Mika Kieselbach (52.), 2:0 Mika Kieselbach (76.).


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