Christoph Ottsen: In Satrup fühle ich mich einfach total wohl
Christoph Ottsen (TSV Nordmark Satrup) gegen Grady Zinkondo (PSV Neumünster). © 2026 Olaf Wegerich

Christoph Ottsen: In Satrup fühle ich mich einfach total wohl

von Olaf Wegerich·7. Oktober 2026

Kurz vor dem Meisterschaftsspiel beim PSV Neumünster am kommenden Samstag unterhielt sich YouKick mit Christoph Ottsen vom TSV Nordmark Satrup. Der 25-jährige gebürtige Schleswiger spielte in seiner Jugend unter anderem für den TSV Süderbrarup, den FC Angeln 02 sowie die SG Süderbrarup/Angeln, ehe er zum TSV Nordmark Satrup wechselte und dort heimisch wurde. Der 1,83 m große Angreifer besticht durch seine Schnelligkeit, ist technisch stark und torgefährlich. In 94 Oberligaspielen gelang den Ottsen bisher 37 Treffer. Durch seine Spielintelligenz ist er außerdem variabel einsetzbar. Außerhalb des Platzes ist er eine absolute Frohnatur und ein Fußballverrückter. Zudem ist er ein ganz wichtiger Bestandteil der Satruper Mannschaft.

Der Satruper Christoph Ottsen gegen Philipp Helpling vom FC Kilia Kiel © 2025 Ismail Yesilyurt

Du spielst seit Jahren in Satrup. Wie ist deine Vereinstreue zu erklären?

Ich war noch nie ein Freund von ständigen Vereinswechseln. In der Jugend habe ich auch nur bei zwei Vereinen gespielt. Und in Satrup fühle ich mich einfach total wohl. Ich spiele hier mit vielen meiner besten Freunde zusammen und das Umfeld ist generell sehr familiär. Es ist eine perfekte Mischung aus leistungsorientiertem Fußball, wo aber immer der Spaß im Vordergrund steht.

In der letzten Saison gab es Gerüchte, die dich mit dem SV Eichede in Verbindung gebracht haben. Wie konkret war das?

Da ich seit vier Jahren in Lübeck studiere und dementsprechend das Pendeln zum Training/zu den Spielen auf die Dauer schon recht anstrengend ist, habe ich mir öfter mal Gedanken gemacht, ob es nicht schlauer wäre, mir einen Verein in der Nähe Lübecks zu suchen. Als dann das Interesse von Eichede aufkam, habe ich mich schon sehr geehrt gefühlt, da sie eine Top-Oberliga-Mannschaft sind und die letzten Jahre immer oben mitgespielt haben. Ich habe mir das Ganze dann mal angehört, mich dann aber aus den zuvor genannten Gründen doch für Satrup entschieden.

Satrup spielt nun in der 4. Saison in der Oberliga und hat meist eine sehr gute Rolle gespielt. Woran liegt es, dass es in dieser Saison bei euch noch nicht richtig rund läuft?

Das ist eine gute Frage. Ich glaube, das hat mehrere Gründe und man kann es nicht an einem bestimmten Grund festmachen. Wir haben in vielen engen Spielen Punkte liegen lassen, die wir vielleicht in den letzten Jahren glücklich gewonnen hätten. Außerdem verteidigen wir bisher nicht so kompakt wie in den letzten Jahren, was uns eigentlich immer ausgezeichnet hat. Und dann kommt noch hinzu, dass wir viele Leistungsträger aus den vergangenen Jahren haben, die langzeitverletzt ausfallen/ausgefallen sind. Dies möchte ich auch gar nicht als Ausrede nehmen, weil das zu leicht gemacht wäre. Aber wenn ich nur mal z. B. einen Finn Lorenzen oder Mats Petersen nenne, die noch kein Spiel gemacht haben, oder einen Tom Karshüning und Lasse Andersen, die viele Spiele verletzungsbedingt verpasst haben, ist dies für unser Spiel natürlich auch ein großer Verlust.

Christoph Ottsen (am Ball) und der TSV Nordmark Satrup haben noch etwas Ladehemmung. © 2025 Ismail Yesilyurt

Ihr wartet in der Liga seit dem 22. August auf einen Sieg und habt in den letzten acht Spielen auch nur fünf Treffer erzielt. Wie ist diese Entwicklung und vor allem die mangelnde Torausbeute zu erklären?

Das ist leider richtig, wir erspielen uns zurzeit nicht so viele Chancen und vor dem Tor haben wir – ich nenne es mal – etwas „Pech“ 😅. Woran dies liegt, kann ich auch nicht genau sagen, aber ich bin mir sicher: Wenn wir unsere Offensive wieder richtig in Szene setzen können und im letzten Drittel wieder die richtigen Entscheidungen treffen, wird die Torausbeute wieder deutlich steigen.

Inzwischen ist der Abstand zu den 3 letzten Plätzen deutlich geschrumpft. Wie siehst du die Ausgangslage vor dem Spiel beim PSV Neumünster und worauf wird es ankommen?

Natürlich ist das Spiel am Samstag ein sehr wichtiges Spiel, aber genauso wichtig wie jedes andere Spiel auch. Gegen den PSV sind es häufig enge Spiele, und wenn wir kompakt verteidigen und vorne unsere Angriffe gut ausspielen, bin ich guter Dinge, aus Neumünster mit Punkten nach Hause zu fahren – auch wenn wir natürlich wissen, dass der PSV vor allem offensiv sehr gefährlich ist und wir keine Minute unachtsam sein dürfen.


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