SV Eichede landet beim 5:1 gegen schwache Heider den Befreiungsschlag – Erfurth schnürt Dreierpack
Torhüter Mats Lüdtke (SV Eichede) klärt vor dem lauernden Mika Kieselbach (Heider SV). © 2026 Volker Schlichting

SV Eichede landet beim 5:1 gegen schwache Heider den Befreiungsschlag – Erfurth schnürt Dreierpack

von Olaf Wegerich·26. September 2026

Der SV Eichede schießt sich den Frust von der Seele. Am 10. Spieltag der Flens-Oberliga platzt endlich der Knoten bei der Mannschaft von Trainer Sascha Steinfeldt bei dem hochverdienten 5:1- (3:0)-Heimerfolg gegen einen enttäuschenden Heider SV. Für die Gäste war es ein deutlicher Rückschlag nach sechs Pflichtspielen ohne Niederlage unter dem neuen Trainer Leif Hahn. Unfassbar: Die Dithmarscher haben zusammen mit den beiden Schlusslichtern VfB Lübeck II und dem Eckernförder SV bereits 27 Gegentore geschluckt. Das ist der absolute Ligatiefswert. Die Stormarner schaffen durch den zweiten Saisonsieg den Sprung auf den 12. Platz, während der Heider SV nach der vierten Saisonniederlage auf den 7. Platz abrutscht.

Die Dithmarscher mussten auf den kurzfristig privat verhinderten Fabian Arndt verzichten und konnten zumindest die ersten zwanzig Minuten sehr ausgeglichen gestalten. Dabei kamen die Gäste durch ihren erfolgreichsten Angreifer Hendrik Fleige zu zwei guten Abschlüssen, doch der fünffache Torschütze setzte beide Versuche knapp über das Tor.

Eichede mit drei Treffern in zehn Minuten

Das 1:0 für die Gastgeber fällt nach einer Eingabe von der rechten Seite, die zunächst geklärt werden kann, doch dann landet der Ball bei Leon Tonder (33.), der von der Sechzehnmeterlinie abzieht und in das rechte obere Eck trifft.

Der zweite Treffer fällt dann nur fünf Minuten später nach einer scharfen Hereingabe von der linken Seite, wo Alik Himmelspach (38.) am zweiten Pfosten völlig ungehindert einnickt. Dem Treffer war ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung vorausgegangen.

Auch beim dritten Treffer zwei Minuten vor der Pause verlieren die Dithmarscher im Spielaufbau den Ball, und dann geht es bei den Gastgebern blitzschnell: Keenon Erfurth (43.) wird in die Tiefe geschickt, umkurvt den gegnerischen Torwart und schiebt zum 3:0 ein.

Peer-Maurice Ehlers (SV Eichede) im Laufduell mit Anas Boukara (Heider SV). © 2026 Volker Schlichting

Heide nach der Pause mit kurzem Aufbäumen

Nach dem deutlichen Pausenrückstand zeigten sich die Dithmarscher in der zweiten Hälfte deutlich couragierter, ohne dabei die an diesem Tag sehr souverän auftretenden Gastgeber in Bedrängnis bringen zu können. Trotz einiger Ballbesitzphasen konnte sich die Mannschaft von Trainer Leif Hahn, die an diesem gebrauchten Tag vieles schuldig blieb, bis dahin keine nennenswerten Torchancen erspielen.

Aber auch nach der Pause bleiben die Gäste in der Zweikampfführung meist nur zweiter Sieger und verlieren zudem viele Bälle im Spielaufbau durch häufig zu ungenaue Anspiele.

Erfurth trifft erneut

So entsteht auch der vierte Gegentreffer nach einem Ballverlust, und wieder laufen die unsortierten Gäste in einen Konter, den Keenon Erfurth (76.) nach einem Querpass aus wenigen Metern mit dem vierten Gegentreffer bestraft.

Gieseler mit dem Ehrentreffer

Es spricht für die Moral der Gäste bei allen Unzulänglichkeiten an diesem Tag, dass sie sich nicht hängen lassen. So gelingt Jonah Gieseler (82.) nach schöner Vorarbeit von Marwan Abduljabar – zugleich sein erster Assist – mit dem 1:4-Ehrentreffer zumindest etwas Ergebniskosmetik.

Hendrik Fleige (Heider SV) im Kopfballduell mit Justin Krüger (SV Eichede). © 2026 Volker Schlichting

Erfurth schnürt Dreierpack und macht die Heider Blamage perfekt

Doch das lassen die Gastgeber gegen defensiv anfällige Heider nicht lange auf sich sitzen. Nach schöner Vorarbeit von Egzon Lahi erhöht Keenon Erfurth (87.) mit seinem dritten Treffer zum 5:1-Endstand. Der Eicheder Torjäger, zuletzt in Diensten des Regionalligisten Altona 93, hatte bis dahin erst einen Saisontreffer aufzuweisen.

Fazit

Für den hoch gehandelten Heider SV war es nach zehn Spieltagen bereits die vierte Niederlage. Ein Blick auf das Torverhältnis lässt den neutralen Beobachter mit Staunen zurück. Zudem ist die Zahl der Gegentore alarmierend. Bei der durchaus vorhandenen Qualität im Kader bleiben die regelmäßigen Rückschläge rätselhaft. Die Mannschaft schafft es einfach nicht, Konstanz in ihre Leistungen zu bekommen.

Bereits am Mittwochabend ist der Heider SV um 19:15 Uhr im Kreispokal Westküste beim Landesligisten TSV Lägerdorf erneut gefordert, ehe es kommenden Sonntag zum Angstgegner Oldenburger SV geht. Dort hatten die Dithmarscher die letzten drei Partien verloren.

Jonah Gieseler (Heider SV) wird von Vladyslav Shkuropatov (SV Eichede) bedrängt. © 2026 Volker Schlichting

Stimmen zum Spiel

Heides Geschäftsführer Hannes Nissen sagte nach dem enttäuschenden Auftritt: „Wir sind enttäuscht über die heutige Leistung. Wir haben es Eichede heute sehr leicht gemacht, Tore zu schießen. Nach den letzten positiven Ergebnissen ist das sicherlich ein Rückschritt, gerade im Defensivverhalten. Für uns geht es jetzt darum, das Spiel gründlich zu analysieren, Fehler anzusprechen und schon am Mittwoch in Lägerdorf eine Reaktion zu zeigen.“

FOTOGALERIE FOLGT

SV Eichede: Lüdtke – Clausen, Ehlers, Redfield, Shkuropatov (83. Heitmann) – Krüger (74. Bektas), Tonder (85. Lahi) – Himmelspach (56. Ljuljic), Jamil Abdulla (68. Giebler), Sakai – Erfurth.

Trainer: Sascha Steinfeldt.

Heider SV: Thomsen – Busch (46. Abduljabar), Storb, Lampros (74. Wichmann), Kröger (46. Kieselbach) – Boukara, Reimers – Gieseler, Selcuk (66. Wolf), Harms (79. Dreyer) – Fleige.

Trainer: Leif Hahn.

Schiedsrichter: Jan-Christian Meyer (SV GW Todenbüttel).

Assistenten: Bjarne Naujocks und Leon Kröger.

Zuschauer: 162 im Ernst-Wagener-Stadion in Eichede.

Tore: 1:0 Leon Tonder (33.), 2:0 Alik Himmelspach (38.), 3:0 Keenon Erfurth (43.), 4:0 Keenon Erfurth (76.), 4:1 Jonah Gieseler (82.), 5:1 Keenon Erfurth (87.).

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