Melf Siemund knackt für TSB die 100-Tore-Marke beim 9:1 in Heide
Stürmer Melf Siemund (re., TSB Flensburg). © 2025 Ismail Yesilyurt

Melf Siemund knackt für TSB die 100-Tore-Marke beim 9:1 in Heide

von Ismail Yesilyurt·25. April 2026

Der TSB Flensburg bleibt in der Landesliga Schleswig das Maß aller Dinge. Am 27. Spieltag unterstrich der bereits feststehende Oberliga-Aufsteiger seine Ausnahmestellung mit einem krachenden 9:1-Auswärtssieg beim Tabellenschlusslicht Heider SV II. Dabei gab es für die Fördestädter ein besonderes Jubiläum zu feiern: Melf Siemund markierte mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 8:1 das 100. Saisontor für den unangefochtenen Spitzenreiter.

Während die Flensburger den Blick bereits Richtung Oberliga richten, steht für die Zweitvertretung des Heider SV der bittere Gang in die Verbandsliga fest. Nach nur einer Spielzeit muss der HSV II die zweithöchste Spielklasse des Landes wieder verlassen.

Viererpack von Zuth entfacht Kampf um die Torjägerkanone

Mann des Tages auf dem Papier war einmal mehr Tobias Zuth. Dem Angreifer, der vor der Saison von Frisia Risum-Lindholm an die Förde gewechselt war und dort „bombig eingeschlagen“ hat, gelangen gleich vier Treffer – drei davon als sicherer Elfmeterschütze. Damit ist das Rennen um die Torjägerkrone der Landesliga drei Spieltage vor Schluss völlig offen: Zuth liegt mit nun 25 Treffern gleichauf mit Nico Empen (Weiche Flensburg 08 II) und nur noch ein Tor hinter dem Führenden Marc Zeller von Rot-Schwarz Kiel.

TSB-Trainer Tore Wächter zeigte sich nach der Partie hochzufrieden mit der Einstellung seiner Elf: „Natürlich haben wir gleich eine Dominanz, machen es sehr konzentriert und führen früh mit 3:0.“ Auch der Anschlusstreffer der Heider nach einer Ecke kurz vor der Pause brachte den TSB nicht aus dem Konzept. „Das hat uns vielleicht geholfen, die Sinne für die zweite Halbzeit noch mal zu schärfen. Danach spielen wir es mit einer sehr hohen Konsequenz runter“, so Wächter.

Respekt für den Absteiger und Kritik an den Unparteiischen

Trotz des deutlichen Ergebnisses fand Tore Wächter anerkennende Worte für den unterlegenen Gastgeber: „Ich möchte dem Heider SV größten Respekt aussprechen. Eine Mannschaft, die es im Moment sicherlich nicht leicht hat, die es aber absolut fair und spielerisch zu Ende bringen will. Das hat mich sehr beeindruckt.“

Rojhat Zimmermann (Heider SV II) leitete mit dem 1-1 den ersten Wendepunkt in der Partie gegen Weiche Flensburg 08 II ein. © 2025 Ismail Yesilyurt

Das große Verletzungspech in dieser Saison holte den Heider SV II schon nach fünf Minuten ein – Rojhat Zimmermann musste ausgewechselt werden. © 2025 Ismail Yesilyurt

Ein Zeichen für das faire Miteinander war laut Wächter auch die Tatsache, dass die Partie gänzlich ohne Gelbe Karten auskam.

Auf Heider Seite mischte sich in die Gratulation zur Meisterschaft jedoch auch Unmut über die Spielleitung. Drei Elfmeter pfiff Schiedsrichter Jan-Ole Krüger gegen die Hausherren – zu viel nach Meinung von HSV-Coach Sven Hinz: „Von unserer Seite her waren mindestens zwei auf alle Fälle fragwürdig. Wir dürfen dieses Mal gerne die Leistung der Schiedsrichter infrage stellen.“ Dennoch erkannte Hinz die Überlegenheit des Gegners neidlos an: „Nichtsdestotrotz hat der TSB zurecht gewonnen. Wir haben versucht mitzuspielen, haben aber ab dem sechsten Gegentor den Faden verloren.“

Fokus auf die Derby-Woche

Für den TSB Flensburg war der Kantersieg in Heide die perfekte Generalprobe für die anstehenden Aufgaben. Nach einem freien Wochenende richtet sich die volle Konzentration nun auf das prestigeträchtige Duell mit der Regionalliga-Reserve des SC Weiche Flensburg 08 am kommenden Mittwoch. „Wir sind glücklich, dass wir den Tour hinter uns haben. Jetzt gehen wir mit voller Konzentration in die Derby-Woche“, blickte Wächter bereits kämpferisch voraus.

Stimmen zum Spiel

Heider SV II: Lucht – Nagel, Abdelrahman, Patzer – Sanchez (68. Görgülü), Bukara, Gahllib (81. Mißfelder), Mahdan (60. Borchert), Felbus – Gorschowski (67. Rakotoson), Zimmermann (5. Christian Dohrmann).
Trainer: Sven Hinz.
TSB Flensburg: Nommensen – Schäpler, Spoth, Thomsen (72. Zymeraj) – Neumann (72. Wojnarowski), Stühwe, Jessen (68. Nitsch), Kurzbach (75. Stephan) – Zuth, Siemund, Kwame (59. Bartelsen).
Trainer: Tore Wächter.
SR: Maik Tams (Brekendorfer TSV).
Ass.: Bozidar Macici, Dr. Carsten Füg.
Z.: 40.
Tore: 0:1 Benett Kwame (19.), 0:2 Tobias Zuth (23., FE), 0:3 Tobias Zuth (27.), 1:3 Thomas Gorschowski (35.), 1:4 Tobias Zuth (50., FE), 1:5 Benett Kwame (55.), 1:6 Tobias Zuth (63., FE), 1:7 Melf Siemund (69.), 1:8 melf Siemund (73.), 1:9 kean Wojnarowski (81.).

27. Spieltag – Landesliga Schleswig

Datum

Begegnung

Erg.

24.04.26

TSV Hattstedt – SSG Rot-Schwarz Kiel

1:2

24.04.26

Heider SV II – TSB Flensburg

1:9

25.04.26

TSV Kronshagen – TuS Jevenstedt

2:0

25.04.26

SVE Comet Kiel – TSV Kropp

0:2

25.04.26

TSV Klausdorf – TSV Rantrum

2:3

26.04.26

SV Dörpum – SC Weiche Flensburg 08 II

-:-

26.04.26

SV Frisia 03 – SpVg Eidertal Molfsee

-:-

26.04.26

Eckernförder SV – TSV Friedrichsberg-B.

-:-

Tabelle Landesliga Schleswig

Pos

Verein

Sp.

Tore

Pkt.

1

TSB Flensburg (Ab)

26

101:22

74

2

Eckernförder SV (Ab)

26

60:24

58

3

SSG Rot-Schwarz Kiel

26

53:48

48

4

SpVg Eidertal Molfsee (Ab)

27

83:53

47

5

SV Frisia 03 Risum-Lindholm

26

68:39

47

6

TSV Rantrum

26

87:52

43

7

SC Weiche Flensburg 08 II

26

65:52

41

8

TSV Klausdorf

26

65:55

41

9

SV Dörpum

26

62:53

37

10

TSV Kronshagen

27

34:36

32

11

TSV Kropp

27

39:59

28

12

TSV Friedrichsberg-Busdorf

26

49:72

28

13

TSV Hattstedt (Auf)

27

42:71

22

14

TuS Jevenstedt

26

30:61

21

15

SVE Comet Kiel (Auf)

27

38:91

14

16

Heider SV II (Auf)

27

39:127

9

Stimmen zum Spiel

Tore Wächter (Trainer TSB Flensburg)

Sven Hinz (Trainer Heider SV II)

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