Kreispokal: Heider SV steht im Finale und lässt beim 4:0-Erfolg in Lägerdorf nichts anbrennen
Der Heider SV steht im Kreispokalfinale. Durch einen souverän herausgespielten 4:0- (1:0) Erfolg vor 320 Zuschauern beim Landesligisten TSV Lägerdorf ist den Dithmarschern am Mittwochabend nach einem seriösen Auftritt der angepeilte Finaleinzug gelungen. Dabei hat die Mannschaft von Trainer Leif Hahn die gewünschte Reaktion nach der 1:5-Niederlage beim SV Eichede gezeigt. Im Pokalfinale wartet nun der Verbandsligist Marner TV. Was dieser Erfolg tatsächlich wert ist, wird sich spätestens am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel beim Oldenburger SV zeigen.
Die Dithmarscher mussten in Lägerdorf auf Patrick Storb verzichten, der sich in Eichede eine Knöchelverletzung zugezogen hatte.
Jaukt trifft den Pfosten
In der ersten halben Stunde konnten die Lägerdorfer die Partie noch recht ausgeglichen gestalten. Erwartungsgemäß hatte der Flens-Oberligist deutlich mehr Ballbesitz und wartete geduldig auf sich ergebende Lücken in der Abwehr der Gastgeber. Dabei verteidigte der Landesligist nicht nur sehr diszipliniert, sondern die Mannschaft von Trainer Michael Blume hatte nach einem Freistoß von Edwart Jauk (20.), der den Ball an den Pfosten setzte, auch die erste Großchance des Spiels.
Spätestens nach einer halben Stunde hatte dann der Gast aus Heide seinen Rhythmus gefunden, und der Ball zirkulierte nun deutlich flüssiger durch dessen Reihen.
Neelsen mit Platzwunde runter
Kurz vor der Pause war der Heider SV zu einem ersten Wechsel gezwungen. Abwehrspieler Steffen Neelsen (36.) hatte sich nach einem Zusammenprall mit Helge Kröger eine Platzwunde am Kopf zugezogen und musste durch Luca Wichmann ersetzt werden, der seinen Part souverän erledigte.
Reimers mit dem Führungstreffer
Noch vor dem Seitenwechsel gelingt den Gästen nach einem Steckpass von Fabian Arndt, der auf Umwegen zu Thede Reimers (42.) kommt, der so wichtige Führungstreffer.
Auch im zweiten Durchgang setzte sich die Heider Dominanz fort.
Doppelschlag durch Gieseler und Kieselbach
Nach einem Eckball von Azat Selcuk erzielt Mika Kieselbach (64.) per Direktabnahme aus der Luft den zweiten Heider Treffer.
Nur zwei Minuten später kann Kapitän Jonah Gieseler (66.) den dritten Heider Treffer nachlegen. Nach einem Abstoß der Gastgeber gewinnt Mika Kieselbach auf Höhe der Mittellinie ein Kopfballduell. Der Ball findet dann den Weg zum Heider Kapitän, der über die rechte Seite kommend mit einem Aufsetzer in das kurze Eck zum 3:0 trifft. Gieseler hat damit in den letzten vier Pflichtspielen jeweils einmal getroffen und wird für die Mannschaft immer wertvoller.
Selcuk mit Verletzung runter
Nur zwei Minuten später muss auch Azat Selcuk ausgewechselt werden – mit Verdacht auf einen Riss der Oberschenkelmuskulatur. Die Verletzung geschah ohne Fremdeinwirkung bei einem Sprint. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht dem Edeltechniker eine lange Pause von mehreren Wochen. Nach dem Besuch in der Notaufnahme des Heider Krankenhauses steht sogar eine mögliche Operation im Raum, wie Geschäftsführer Hannes Nissen gegenüber YouKick einräumte.
Kieselbach trifft erneut
Kurz vor Spielende dürfen die Gäste dann noch einmal jubeln. Nach einem Chipball des eingewechselten Mathis Harms legt Lennart Busch quer auf Mika Kieselbach (86.), der zum 4:0-Endstand trifft. Kieselbach hatte mit zwei Toren und einer Vorbereitung großen Anteil am deutlichen Sieg.
Trainer Leif Hahn sagte zu seiner Leistung: „Mika hat im Training gut gearbeitet und das heute bestätigt. Er war sehr aktiv, hat sehr mannschaftsdienlich gespielt, hatte viele gute Aktionen und hat sich mit zwei Toren belohnt. Das freut mich für ihn. Wir wissen, welche Qualitäten er hat und was er uns geben kann.“
Ein weiterer Aktivposten im Heider Spiel war Fabian Arndt, der auf der Sechserposition für viel Ruhe sorgte.
Stimme zum Spiel
Trainer Leif Hahn (Heider SV): „Insgesamt war das heute ein souveräner und seriöser Auftritt von uns. Wir hatten von Beginn an viel Kontrolle, viel Ballbesitz und haben mit einem hohen Tempo und vielen Positionswechseln gespielt. Dabei ist es auch völlig in Ordnung, wenn du in den ersten 30 Minuten nicht permanent zu klaren Torchancen kommst. Wichtig ist, den Druck aufrechtzuerhalten, den Gegner immer wieder schnell zu bewegen und geduldig zu bleiben. Irgendwann entstehen dadurch Räume, weil nicht mehr jede Bewegung aufgenommen und jede Lücke geschlossen werden kann.
Ab der 30. Minute fand ich unser Spiel mit dem Ball dann wirklich gut. Wir haben die Räume besser gefunden, waren variabel in unseren Positionierungen und haben uns zunehmend klare Situationen herausgespielt. In der Entscheidungsfindung im letzten Drittel hätten wir gerade zu Beginn trotzdem noch etwas sauberer sein dürfen.
Sehr zufrieden bin ich auch mit unserem Spiel gegen den Ball. Bis auf den Freistoß an den Pfosten haben wir nahezu nichts zugelassen und über 90 Minuten sehr konsequent und intensiv verteidigt.
In Summe war das eine gute und vor allem seriöse Leistung und gleichzeitig eine gute Reaktion auf Eichede – sowohl als Mannschaft als auch von jedem Einzelnen.
Lägerdorf war ein sehr fairer Gegner, die Bedingungen und die Atmosphäre waren gut. Wir freuen uns über den Einzug ins Pokalfinale, aber der Fokus geht jetzt direkt auf Sonntag und den Oldenburger SV.“
Stimme zum Spiel
TSV Lägerdorf: Chionidis, Merten Kunter, Loschizki (82. Warncke), Kreth, Heymann (62. Ostertag), Jochimsmeier, Ritter, Krasniqi, Jauk (79. Hinrichs), Issifou (82. Dieckmann), Torge Kunter (70. Neumann).
Trainer: Michael Blume.
Heider SV: Thomsen – Busch, Lampros, Neelsen (36. Wichmann), Kröger – Reimers, Arndt – Wolf (58. Selcuk (68. Dreyer)), Gieseler (75. Fleige), Abduljabar (57. Harms) – Kieselbach.
Trainer: Leif Hahn.
Schiedsrichter: Jan-Ole Ehlers (TSV Schafstedt).
Assistenten: Robert Petersen und Tarje Lübbe.
Zuschauer: 320.
Tore: 0:1 Thede Reimers (43.), 0:2 Mika Kieselbach (64.), 0:3 Jonah Gieseler (66.), 0:4 Mika Kieselbach (86.).
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