Heikendorf besteht Reifeprüfung: Arbeitssieg festigt Aufstiegsambitionen
Dennis Lühr (am Ball, Heikendorfer SV) gelang oft das 1:0 für den HSV. Auch gegen Eidertal II. © 2026 Ismail Yesilyurt

Heikendorf besteht Reifeprüfung: Arbeitssieg festigt Aufstiegsambitionen

von Ismail Yesilyurt·14. April 2026

Im Rennen um die Rückkehr in die Landesliga hat der Heikendorfer SV einen eminent wichtigen Heimsieg eingefahren. Gegen die Reserve der SpVg Eidertal Molfsee behielt die Mannschaft von Trainer Mark Hungerecker mit 2:1 die Oberhand. In einer Phase der Saison, in der die Nerven oft eine entscheidende Rolle spielen, bewies der HSV Steherqualitäten und hält damit den wertvollen Relegationsplatz fest in den Händen.

Der Sieg gegen den Tabellensechsten aus Molfsee war alles andere als ein fußballerischer Leckerbissen, doch für den Tabellenzweiten aus Heikendorf zählen derzeit nur die nackten Zahlen. Mit vier Punkten Vorsprung auf den Verfolger Probsteier SG geht der HSV gut gerüstet in die Schlussgerade in der Verbandsliga Ost.

Ein Spiel auf Messers Schneide

Von Beginn an entwickelte sich auf dem Heikendorfer Sportplatz eine zähe Angelegenheit. Die Gäste aus Molfsee zeigten sich taktisch hervorragend eingestellt und machten dem Favoriten das Leben schwer. HSV-Coach Mark Hungerecker gab nach Abpfiff unumwunden zu, dass seine Elf Mühe hatte, ihren Rhythmus zu finden: „Es war ein hart umkämpftes Spiel auf Messers Schneide. Wir sind über 90 Minuten eigentlich nicht so ins Spiel gekommen, wie wir uns das erhofft haben.“

Lukas Deutschbein macht nach seiner Einwechselung das halbe Dutzend voll für den Heikendorfer SV in Flintbek. © 2025 Ismail Yesilyurt

Lukas Deutschbein (Heikendorfer SV) bringt mit dem 2:0 etwas Sicherheit ins Spiel gegen Eidertal Molfsee II. © 2025 Ismail Yesilyurt

Besonders im Mittelfeld fehlte den Hausherren der gewohnte Zugriff. Dennoch ergaben sich auf beiden Seiten hochkarätige Möglichkeiten. Während Timo Martens die Heikendorfer Führung auf dem Fuß hatte, vergab Molfsee eine „Hundertprozentige“ aus kürzester Distanz. So ging es mit einem leistungsgerechten torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Standards und Konter bringen die Erlösung

Der erlösende Moment für Heikendorf folgte nach dem Seitenwechsel durch eine Standardsituation. Das 1:0 verlieh den Gastgebern die nötige Sicherheit, um in der Folge auf Umschaltmomente zu lauern. Ein klassischer Konter führte schließlich zum 2:0 und schien die Vorentscheidung zu sein.

„Das wichtige 1:0 hat uns etwas mehr Sicherheit gegeben. Danach konnten wir im Umschaltspiel das 2:0 nachlegen – ab da war es eigentlich nur noch ein Abnutzungskampf“, analysierte Hungerecker den Spielverlauf. Dass es am Ende noch einmal spannend wurde, lag an der mangelnden Chancenverwertung der Heikendorfer, die ihre Konter nicht sauber zu Ende spielten.

„Extrem wichtiger Sieg“ nach dem Oldenburg-Patzer

In der Schlussphase verkürzten die Eidertaler auf 1:2, was für eine hektische Schlussviertelstunde sorgte. Heikendorf verteidigte den knappen Vorsprung jedoch mit Leidenschaft über die Zeit. Für Hungerecker war dieser Dreier insbesondere nach dem Punktverlust in der Vorwoche ein bedeutendes Signal an die Konkurrenz: „Ganz, ganz wichtiges Spiel, gerade in dieser Phase der Saison, wo man sieht, dass die eine oder andere Mannschaft mal patzt. Letzte Woche in Oldenburg haben wir es liegen gelassen, daher ist dieser Sieg extrem wichtig.“

Zwar räumte der Trainer ein, dass die Partie auf Augenhöhe auch hätte anders enden können, lobte aber die Mentalität seiner Spieler: „Am Ende hat die Einstellung über 90 Minuten gestimmt. Wir haben uns den Sieg hart erkämpft und erarbeitet – und dann vielleicht auch verdient.“

Blick nach vorn auf dem KMTV

Während Eidertal Molfsee II trotz der Niederlage mit 32 Punkten im gesicherten Mittelfeld verbleibt, richtet Heikendorf den Fokus bereits auf das nächste Duell gegen den KMTV. „Die nächste schwere Aufgabe“, warnt Hungerecker, wohlwissend, dass im Aufstiegsrennen kein Schlendrian einkehren darf.

Stimmen zum Spiel

Heikendorfer SV: Müller – Markquardt, Jahnke, Rumohr (35. Sossou), Linus Mordhorst – Goeser (59. Heinrich) – Feldkamp (59. Jack Palm), Martens (80. Botschatzke), Lühr, Deutschbein – Kaya (84. Obels).
Trainer: Mark Hungerecker.
SpVg Eidertal Molfsee II: Leiß – Burmeister (64. Puhlmann), Walter, Ugbodaga, Meissner (64. Poetzsch), Quoos (74. Langkowski), de Mooy, Smit, Ziesecke, Blümke, Wolf.
Trainer: Chris Foley.
SR: Mattes Michaelis (TSV Bordesholm).
Ass.: Tom Pasewald, Per Roloff.
Z.: 178.
Tore: 1:0 Dennis Lühr (58.), 2:0 Lukas Deutschbein (77.), 2:1 Markus Poetzsch (87.).

25. Spieltag / Tabelle Verbandsliga Ost

Ergebnisse & Begegnungen

Datum

Heim – Gast

Erg.

11.04.26

TSV Plön – SG Oldenburg / SV Göhl

2:1

11.04.26

MTV Dänischenhagen – TSV Altenholz

1:1

11.04.26

Suchsdorfer SV – Probsteier SG 2012

3:2

11.04.26

TSV Gremersdorf – SVG Pönitz

0:3

12.04.26

Heikendorfer SV – SpVg Eidertal Molfsee II

2:1

12.04.26

TSV Flintbek – SG Sarau / Bosau

3:5

12.04.26

Wiker SV – Preetzer TSV

2:1

Aktuelle Tabelle

Pos

Verein

Sp.

Pkt.

Tore

1

SVG Pönitz

23

49

67:41

2

Heikendorfer SV

22

44

47:15

3

Probsteier SG 2012

23

40

66:41

4

SG Sarau / Bosau

23

39

46:39

5

Wiker SV

21

37

39:29

6

SpVg Eidertal Molfsee II (Auf)

23

32

62:52

7

TSV Altenholz (Ab)

23

32

55:46

8

Preetzer TSV (Ab)

20

32

38:31

9

Kieler MTV (Auf)

19

30

41:31

10

TSV Plön

24

29

48:52

11

TSV Flintbek

23

28

37:45

12

MTV Dänischenhagen

21

27

31:46

13

Suchsdorfer SV

20

22

31:47

14

SG Oldenburg / SV Göhl

22

18

36:66

15

TSV Gremersdorf (Auf)

23

6

24:87

16

TSV Bordesholm zg. (Ab)

0

0

0:0

Stimmen zum Spiel

Mark Hungerecker (Trainer Heikendorfer SV)

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