Fiebelkorn stellt früh die Weichen – Rotenhof feiert dritten Sieg in Folge
Der TuS Rotenhof hat seinen Lauf in der Flens-Oberliga fortgesetzt. Gegen die U21 des VfB Lübeck gewann die Mannschaft von Trainer Henning Knuth vor 262 Zuschauern mit 3:1 (2:0). Jann-Ole Fiebelkorn brachte die Gastgeber mit einem Doppelpack früh auf Kurs. Nach dem Lübecker Anschlusstreffer sorgte der eingewechselte Moritz Gersteuer per Foulelfmeter für die Entscheidung.
Fiebelkorn trifft doppelt
Rotenhof war von Beginn an hellwach und setzte die Gäste früh unter Druck. Bereits in der 6. Minute schlug Fiebelkorn erstmals zu. Der Angreifer wurde in die Tiefe geschickt und ließ VfB-Keeper Bos keine Chance – 1:0.
Auch danach blieb der TuS griffig und zielstrebig. Fiebelkorn hatte die nächste gute Möglichkeit, scheiterte diesmal jedoch am Lübecker Schlussmann. Die Gäste fanden dagegen kaum Zugriff auf die Partie. VfB-Trainer Oliver Stutzky reagierte früh und wechselte bereits nach 35 Minuten doppelt. „Mir hat das Anlaufen nicht gefallen, mir hat die Intensität nicht gefallen, mir hat die Gegenwehr nicht gefallen“, erklärte Stutzky später.
Auch nach seinem Elfmetertor zum 3-1 hatte Moritz Gersteuer (li.) noch nicht genug vom Toreschießen und zwang Gäste-Keeper Ismael Bos hier zu einer starken Parade. © 2026 Markus Till
Zu diesem Zeitpunkt lag seine Mannschaft bereits mit zwei Treffern zurück. Erneut war Fiebelkorn zur Stelle, der in der 31. Minute auf 2:0 erhöhte. „Wir haben wirklich sehr zielstrebig Richtung Tor gespielt und sind aus meiner Sicht völlig verdient mit zwei Toren in Führung gegangen“, zeigte sich Knuth mit dem Auftritt vor der Pause zufrieden. Beide Treffer seines Angreifers seien gut herausgespielt und „eiskalt“ abgeschlossen gewesen.
Lübeck kommt verändert aus der Kabine
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Lübeck zeigte deutlich mehr Präsenz, während Rotenhof zunehmend passiv wurde. Das missfiel auch Knuth: „Mit den ersten 20 Minuten von Halbzeit zwei bin ich überhaupt nicht einverstanden.“ Seine Mannschaft habe das Tempo aus dem Spiel genommen und „den Gegner am Leben gelassen“, anstatt frühzeitig das dritte Tor nachzulegen.
Stutzkys personelle und taktische Veränderungen zeigten Wirkung. „Wir waren besser drin“, befand der VfB-Coach. Seine Mannschaft spielte nun häufiger in der gegnerischen Hälfte und zeigte eine andere Körpersprache. Dennoch dauerte es bis zur 73. Minute, ehe Ole Grimm den Rückstand tatsächlich verkürzte.
Rotenhofs Torwart Justin Sörensen streckt sich vergeblich. Der Schuss von Jaromir Grimm (nicht im Bild) schlägt hinter ihm zum Anschluss ein. © 2026 Markus Till
Gersteuer macht von der Bank den Deckel drauf
Die Hoffnung der Lübecker währte allerdings nur kurz. Vier Minuten später wurde der eingewechselte Moritz Gersteuer im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter übernahm er selbst und verwandelte zum 3:1 (77.). Wieder einmal hatte Rotenhof damit entscheidenden Einfluss von der Bank bekommen. „Das ist eine brutale Qualität dieses Jahr von uns“, lobte Knuth die Breite seines Kaders. „Es ist wieder so, dass von der Bank dann der Deckel draufgemacht wird.“
Lübecks Steigerung nach der Pause kam letztlich zu spät. „45 Minuten das zu spielen, ist ein bisschen zu wenig. Das reicht in der Oberliga nicht“, bilanzierte Stutzky. Vor allem mit der ersten Hälfte konnte der VfB-Trainer nicht zufrieden sein.
Rotenhof durfte dagegen den dritten Sieg in Folge feiern. Knuth wollte den Erfolg dennoch nicht überbewerten. Die schwächere Phase nach der Pause habe gezeigt, wie schnell es eng werden könne, wenn seine Mannschaft einige Prozent nachlasse. „Wir müssen weiter daran arbeiten, dass du diese Konstanz immer wieder abrufst“, forderte der TuS-Coach mit Blick auf die kommenden Aufgaben.
TuS Rotenhof: Sörensen – Lahrs, Bienwald, Rathmann, Braun (Ohm, 58.) – Knuth, Berg – Henke (70. Jacob), Bütow (62. Traulsen), Grothkopp (85. Billerbeck) – Fiebelkorn (70. Gersteuer).
Trainer: Henning Knuth.
VfB Lübeck II: Bos – Sachau (46. Steiner), Jeschonek, Schwoon, Heinemeyer – Filimonenko, Aberger (35. Yeboah-Boateng) – Marquardt (46. Mensah), Grimm, Boll (70. Dühnfort) - (35. Marashi).
Trainer: Oliver Stutzky.
Schiedsrichter: Tom Pasewald (TSV Flintbek).
Assistenten: Johannes Kowalewski, Luan Grütter.
Zuschauer: 262.
Tore: 1:0 Fiebelkorn (6.), 2:0 Fiebelkorn (31.), 2:1 Grimm (73.), 3:1 Gersteuer (77., Foulelfmeter)
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