Dänischenhagen kann Hattrick von Bent Schliesky nicht vergolden – 4:4 gegen Plön
Bent Schliesky (MTV Dänischenhagen) gelang ein lupenreiner Hattrick © 2026 Ismail Yesilyurt

Dänischenhagen kann Hattrick von Bent Schliesky nicht vergolden – 4:4 gegen Plön

von Ismail Yesilyurt·27. September 2026

Was für eine Aufholjagd des TSV Plön: Der MTV Dänischenhagen führte gegen die Gäste bereits mit 3:0 und später sogar mit 4:1, musste sich am Ende aber mit einem 4:4 begnügen. Überragender Mann der Gastgeber war zunächst Bent Schliesky, der innerhalb von nur 21 Minuten einen Hattrick erzielte. Doch Plön gab sich nie geschlagen und rettete in der Nachspielzeit noch einen Punkt.

Für den Tabellenletzten Dänischenhagen waren es zwei verpasste Zähler im Kampf um den Anschluss an das rettende Ufer. Gleichzeitig zeigte die Mannschaft über weite Strecken, welches spielerische Potenzial in ihr steckt.

Schliesky trifft dreimal in 21 Minuten

Der MTV erwischte einen Traumstart. Dänischenhagen war von Beginn an präsent, gewann Zweikämpfe und eroberte viele Bälle bereits in der gegnerischen Hälfte. „Wir sind von Anfang an sehr gut ins Spiel gekommen und haben all das, was wir uns vorgenommen haben, hervorragend umgesetzt“, lobte Co-Trainer Stephan Wendt, der den verhinderten Henning Bolz vertrat.

Bereits in der 7. Minute brachte Bent Schliesky die Gastgeber per Foulelfmeter in Führung. Nur sechs Minuten später legte der Offensivspieler nach und erhöhte auf 2:0. In der 21. Minute war Schliesky erneut zur Stelle und machte seinen Hattrick perfekt.

Dänischenhagen hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt fest im Griff. Doch kurz darauf leistete sich der MTV eine Fehlerkette, die Jakob Reimansteiner in der 25. Minute zum 1:3 nutzte. Trotz des Gegentreffers blieb Dänischenhagen stabil und nahm die Zwei-Tore-Führung mit in die Pause.

Plön kommt nach verschlafener Anfangsphase zurück

Torsten Hahn war mit dem Auftakt seiner Mannschaft naturgemäß überhaupt nicht zufrieden. „Wir haben die ersten 25 Minuten des Spiels komplett verschlafen und verteidigt wie eine Schülermannschaft“, sagte der Plöner Trainer. Der 0:3-Rückstand sei deshalb völlig verdient gewesen.

Der Anschlusstreffer gab den Gästen allerdings neues Selbstvertrauen. Plön übernahm zunehmend die Kontrolle und erspielte sich bereits vor der Pause mehrere Möglichkeiten. Ein weiterer Treffer wollte jedoch zunächst nicht fallen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TSV die aktivere Mannschaft. Dänischenhagen verteidigte den Vorsprung und blieb über schnelle Umschaltmomente gefährlich. In der 57. Minute schlug der MTV erneut zu: Stian Sievers erhöhte auf 4:1.

4:1-Führung scheint die Entscheidung zu sein

Alles deutete nun auf einen klaren Heimsieg hin. Dänischenhagen hatte seinen Drei-Tore-Vorsprung wiederhergestellt und schien die Partie unter Kontrolle zu haben. „Es erschien eigentlich alles so, dass wir alles im Griff hatten“, beschrieb Wendt die Situation.

Doch Plön ließ sich nicht abschütteln. Hahn sah seine Mannschaft weiterhin nach vorne spielen und immer wieder Chancen herausarbeiten. Hinzu kam ein starker Auftritt des Dänischenhagener Torhüters Moritz Heinemann, der mehrfach glänzend parierte.

In der 71. Minute war er allerdings machtlos, als Nahne Schmäschke auf 2:4 verkürzte. Plön schöpfte nun endgültig wieder Hoffnung.

Plön startet furiose Schlussphase

Die Schlussphase entwickelte sich zum offenen Schlagabtausch. Dänischenhagen konnte die Führung nicht mehr stabilisieren, während Plön mit großem Druck auf den Anschluss drängte. „Das 4:2 setzte dann noch mal neue Kräfte frei“, berichtete Hahn.

In der 88. Minute fiel tatsächlich das 4:3. Philipp Grandt brachte die Gäste wieder auf einen Treffer heran. Nun warfen die Plöner alles nach vorne und wurden in der Nachspielzeit belohnt.

In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte Paul Elsner den umjubelten Ausgleich zum 4:4. Aus einem scheinbar aussichtslosen 0:3 sowie 1:4 hatte Plön noch einen Punkt gemacht.

Wendt: „Super, super ärgerlich“

Während der TSV den Punkt wie einen Sieg feierte, überwog beim MTV die Enttäuschung. „Das 4:4 habe ich bis jetzt immer noch nicht verstanden, wie das entstanden ist“, sagte Wendt. Den Punkt nehme man zwar dankend mit, doch angesichts der eigenen Führung sei das Ergebnis „super, super ärgerlich“.

Auch Hahn sah den verschenkten möglichen Sieg vor allem in der mangelnden Chancenverwertung begründet. Neben dem starken Dänischenhagener Schlussmann habe sich seine Mannschaft das Leben durch die schwache Anfangsphase selbst schwer gemacht.

„25 Minuten wie eine Schülermannschaft verteidigt“, fasste Hahn die erste Phase zusammen. Gleichzeitig hob HahnMTV-Torhüter Moritz Heinemann hervor, der „vier, fünf Hundertprozentige“ entschärft habe. Am Ende kosteten Plön genau diese vergebenen Chancen den möglichen Dreier.

Dänischenhagen nimmt positive Entwicklung mit

Trotz des bitteren Ausgangs wollte Wendt nicht nur das Negative sehen. Gerade die spielerische Entwicklung seiner Mannschaft stimme ihn zuversichtlich. „Wir haben spielerische Klasse gezeigt“, betonte der Co-Trainer. Sowohl im Spielaufbau als auch in verschiedenen Spielsituationen habe der MTV gute Ansätze gezeigt.

Nach dem großen Umbruch im Sommer erkenne man in den vergangenen Wochen eine klare Entwicklung. Nun gelte es, diese Leistungen endlich auch in Siege umzumünzen. „Wir blicken positiv in die Zukunft“, stellte Wendt, dessen Team in der Tabelle einen Platz gutmachte, klar

Stimmen zum Spiel


MTV Dänischenhagen: Moritz Heinemann – Juan Spoerck Munoz, Moritz Schweimer, Max Benninghoff, Tony Buck, Ole Moikow – Stian Sievers, Malte Ceynowa (83. Lasse Deblitz), Christoph Kloss (68. Tim Rosenbaum), Bent Schliesky (76. Marc Petersen) – Moritz Schomburg (68. Lars Mischak),

  • Trainer: Stephan Wendt

  • TSV Plön: Nils Fischer – Jonathan Kohnke (24. Peter Hay), Eike Boeck, Philipp Buchholz, Philipp Bott (76. Philipp Grandt) - Nahne Schmäschke (86. Lukas Lüth), Jakob Reimansteiner, Mika Stegmaier, Tom Kohnke – Jakob Tetzlaff (55. Luis Pallokat), Jens Henningsen

  • Trainer: Torsten Hahn

  • Schiedsrichter: Matthias Müller (FC Wiesharde)

  • Assistenten: Maik Schmuck, Daniela Mengen

  • Zuschauer: 33

  • Tore: 1:0 Bent Schliesky (7., Elfmeter), 2:0 Bent Schliesky (13.), 3:0 Bent Schliesky (21.), 3:1 Jakob Reimansteiner (25.), 4:1 Stian Sievers (57.), 4:2 Nahne Schmäschke (71.), 4:3 Philipp Grandt (88.), 4:4 Paul Elsner (90. + 3)

Verbandsliga Ost

#TeamSpSUNToreDiffPkt
1
SpVg Eidertal Molfsee II
11007:0+73
2
Probsteier SG
11004:0+43
3
Preetzer TSV
11003:0+33
4
Kieler MTV
11003:1+23
5
TSV Altenholz
11002:0+23
6
SVG Pönitz
11003:2+13
7
TSV Flintbek
10102:201
8
SG Oldenburg/Göhl
10102:201
9
MTV Dänischenhagen
00000:000
10
TSV Bordesholm zg.
00000:000
11
Wiker SV
10012:3-10
12
SG Sarau/Bosau
10011:3-20
13
Heikendorfer SV
10010:2-20
14
Suchsdorfer SV
10010:3-30
15
TSV Gremersdorf
10010:4-40
16
TSV Plön
10010:7-70
AufstiegRelegation (Aufstieg)Relegation (Abstieg)Abstieg

Spielplan

Spieltag 1 (Hinrunde)
Probsteier SG
4 : 0
Sa., 02.08., 12:00
TSV Gremersdorf
TSV Altenholz
2 : 0
Sa., 02.08., 12:00
Heikendorfer SV
Suchsdorfer SV
0 : 3
Sa., 02.08., 12:00
Preetzer TSV
SpVg Eidertal Molfsee II
7 : 0
Sa., 02.08., 12:00
TSV Plön
SG Sarau/Bosau
1 : 3
Sa., 02.08., 12:00
Kieler MTV
SG Oldenburg/Göhl
2 : 2
Sa., 02.08., 12:00
TSV Flintbek
MTV Dänischenhagen
– : –
Sa., 02.08., 13:30
TSV Bordesholm zg.
SVG Pönitz
3 : 2
Sa., 06.12., 13:00
Wiker SV
Spieltag 1 von 30

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